© Quartl (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
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Biodiversitätskrise erfordert dringende Massnahmen

  • Nicole Wabersky
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Anlässlich zum Tag der Biodiversität am 22. Mai 2014, fordert der SVS/BirdLife Schweiz den Bundesrat zum Handeln auf. Die herrschende Biodiversitätskrise erfordert dringende Massnahmen.

Die neuste Rote Liste des Bundesamts für Umwelt BAFU zu den Tagfaltern und Widderchen bestätigt die in der Schweiz herrschende Biodiversitätskrise: Von den 226 in der Schweiz vorkommenden Tagfalter- und Widderchen-Arten sind 54 Prozent schon heute gefährdet oder potenziell gefährdet.

Diese Zahlen ergänzen die bereits bekannte Gefährdung der über zehntausend in früheren Roten Listen untersuchten Tier- und Pflanzenarten: 46 Prozent dieser Arten sind gefährdet oder potenziell gefährdet. Die Tagschmetterlinge und Widderchen sind demnach noch stärker unter Druck als sämtliche untersuchten Arten im Durchschnitt.

Es ist  laut SVS/BirdLife äusserst bedenklich, dass in der Schweiz rund die Hälfte der Arten bedroht ist. Allein von den 10’586 untersuchten Arten sind das 4941 gefährdete Arten. Hochgerechnet auf alle gegen 50’000 in der Schweiz lebenden Arten bedeutet dies, dass etwa 23’000 Arten gefährdet sind.

Bei einem derart grossen Gefährdungsgrad unserer einheimischen Natur ist das Handeln dringend. Die vom Bundesrat 2012 beschlossene Strategie Biodiversität Schweiz (SBS) muss deshalb umgehend mit dem seit zwei Jahren in Arbeit befindlichen Aktionsplan Biodiversität konkretisiert werden.

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