© Stephen Codrington [CC-BY-SA-2.5], via Wikimedia Commons
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Biodiversität leidet auch beim «selective logging»

  • Nicole Wabersky
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Tropische Wälder werden im grossen Stil gerodet und so der Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere zerstört. Das Fazit einer neuen Studie zeigt nun, dass auch das Fällen einzelner Bäume nicht naturverträglich ist.

Beim sogenannten «selective logging» werden nicht grossflächig ganze Waldflächen abgerodet, sondern einzelne Bäume aus einem Wald entnommen. Diese Praxis und ihre Auswirkungen auf die Biodiversität sind laut ETH-Artikel umstritten.

In einer Übersichtsstudie hat die ETH-Doktorandin Zuzana Burivalova zusammen mit Kollegen die Auswirkungen der Nutzungsintensität des «selective logging» auf die Biodiversität untersucht. Die Untersuchung zeigte, dass das «selective logging» in den Studien vergangener Jahre zu positiv dargestellt wurde.

Die kleingewerbliche Nutzung wirkt sich nur gering auf die Artenvielfalt aus. Hingegen zeigte sich den Forschern, dass eine intensive Nutzung wie auch das Einsetzen schwerer Arbeitsgeräte sich stark auf die Anzahl der im Wald lebenden Tiere auswirke.

Bei der Untersuchung zeigte sich laut Artikel, dass die Auswirkung auf Vögel unterschiedlich ausfällt. Auf den ersten Blick würden manche Vögel weniger anfällig auf die Veränderungen reagieren und sogar neue Vogelarten würden zuwandern.

Dennoch täuscht dieses Bild, da meist Vögel mit geringen Ansprüchen an ihren Lebensraum einwanderten. Mehr auf ihren Lebensraum angepasste Vögel, reagierten laut den Forschern wie andere Tierarten auch, stark auf die Veränderungen.

Weitere Untersuchen sollen nun zeigen, warum sich die einen Vögel in Wäldern mit starker Nutzung wohlfühlen und andere wiederum bei geringer Nutzung abwandern.

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