Massnahmen zur Biodiversitätsförderung in der Landwirtschaft zeigen Wirkung. | © Peter Nijenhuis [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com
Massnahmen zur Biodiversitätsförderung in der Landwirtschaft zeigen Wirkung. | © Peter Nijenhuis [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com

Biodiversität in der Landwirtschaft – Massnahmen zahlen sich aus

  • Mélanie Guillebeau
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Die Umsetzung von biodiversitätsfördernden Massnahmen in der Landwirtschaft erbringt den gewünschten Erfolg für Flora, Fauna und Landwirte – dies bestätigen Untersuchungen der Schweizerischen Vogelwarte Sempach und dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL.

Seit geraumer Zeit versuchen Landwirte, die Biodiversität im Kulturland zu fördern: Sei es mit dem Unterhalt von Biodiversitätsförderflächen wie Hecken oder Blumenwiesen oder der umweltschonenden Bewirtschaftung von Ackerflächen.

Die Kombination von Blumenwiese, Steinhaufen und Hecke bietet einen diversen, äusserst wertvollenLebensraum. | © Markus Jenny
Die Kombination von Blumenwiese, Steinhaufen und Hecke bietet einen diversen, äusserst wertvollen Lebensraum. | © Markus Jenny

Für die Umsetzung können Landwirte unter anderem auf den umfassenden Massnahmenkatalog „Biodiversität auf dem Landwirtschaftsbetrieb – Ein Handbuch für die Praxis“ zurückgreifen, der vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL und der Schweizerischen Vogelwarte Sempach im Rahmen des achtjährigen Projektes „Mit Vielfalt punkten – Bauern beleben die Natur“ erarbeitet wurde.

Ein Gewinn für Natur und Landwirt

Mittlerweile ist das Projekt in der Schlussphase angelangt und es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Und wie die Schweizerische Vogelwarte Sempach berichtet, fällt diese rundum positiv aus: Es besteht mittlerweile eine grosse Palette an etablierten und weitum akzeptierten Methoden. Dementsprechend ist nicht mehr das Fehlen des nötigen Wissens ausschlaggebend für vorhandene ökologische Defizite, sonder eher die fehlende Einarbeitung in die landwirtschaftliche Praxis. Besonders erfreulich ist, dass die Massnahmen zu den angestrebten Auswirkungen bezüglich der Biodiversitätsförderung führen, wie Professor Lukas Jenni, Wissenschaftlicher Leiter der Vogelwarte Sempach, bestätigt:

„Unsere begleitenden Untersuchungen beweisen, dass die Landwirte mit ihrem Tun und Lassen massgeblich mitbestimmen, wie viele Vögel, Schmetterlinge, Heuschrecken und Pflanzen auf ihren Betrieben vorkommen.“

Im Rückblick zeigt sich zudem, dass nicht nur die Natur von der Umsetzung der Massnahmen profitiert, sondern auch der landwirtschaftliche Betrieb – in Form eines aufgebesserten Einkommens.

Weitere Informationen können Sie der originalen Medienmitteilung der Schweizerischen Vogelwarte Sempach entnehmen.

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