Biobauern in der Offensive gegen den Feuerbrand

  • Redaktion Naturschutz
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Die Obstblüte ist da und mit ihr kommt wiederum der Feuerbrand. Während im konventionellen Obstbau trotz Rückständen in Äpfeln wieder Antibiotika gespritzt werden, gehen initiative Bioobstbauern mit neuen Ansätzen in die Offensive. Aber statt der Förderung von Alternativen reagieren die Behörden mit Hürden.

Die Idylle der verzauberten Landschaften mit der weissen Blütenpracht trügt. Behörden und Obstbauern fürchten gleichfalls eine neue Welle des Feuerbrandes. Im letzten Herbst haben Meldungen von Antibiotika Rückständen in Äpfeln alarmiert. Einzig Bioäpfel bieten noch Gewähr, dass mit dem Genuss von Äpfeln kein Streptomycin mitkonsumiert wird – ein Mittel, das auch in der Humanmedizin eingesetzt wird. Trotz den Rückständen lassen die Behörden aber im konventionellen Obstbau das Spritzen mit Streptomycin weiterhin zu.

Für den Biolandbau gibt es noch keine gleich wirksamen Lösungen. Einige Biobauern setzen auf angepasste Sorten und nimmen einen erhöhten Aufwand für die Säuberung befallener Bäume in Kauf. Die Initiativgruppe hat auch Ideen für biologische Alternativmethoden für den Akutfall. Die Bauern sind aufgrund von eigenen Beobachtungen überzeugt, dass mit Löschkalk oder Hanfblütenauszug Feuerbrandinfektionen weitgehend verhindert und die Heilung der Bäume entscheidend gestärkt werden können.

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BioSuisse

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