Bio Landwirtschaft

Bio-Referenzbetriebe geben Umstellern Auskunft

  • Dominique Haiden
  • -

Bio LandwirtschaftDie Bio-Offensive will der Schweizer Landwirtschaft Wertschöpfung sichern und insbesondere den Bioackerbau fördern. Neu stehen in der Deutschschweiz 20 Bio-Referenzbetriebe zur Verfügung, auf welchen am Biolandbau interessierte Landwirtinnen und Landwirte unverbindlich Bioluft schnuppern können. In der Westschweiz läuft das Projekt „Bio-Referenzbetriebe“ seit einem Jahr.

Einmal unverbindlich Bioluft schnuppern, das können umstellungsinteressierte Landwirte im Rahmen des Projektes „Bio-Referenzbetriebe“. Das Projekt bringt sie mit erfahrenen Biobäuerinnen und Biobauern zusammen. Bio Suisse, das Forschungsinstitut für Biolandbau (FiBL) und die Beratungszentrale AGRIDEA haben dafür in der ganzen Schweiz 33 Referenzbetriebe gewinnen können, deren Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter ihren reichen Erfahrungsschatz im Biolandbau gerne interessierten Berufskollegen weiter geben.

Die an einer Umstellung interessierten Landwirte suchen sich einen ähnlich gelagerten Betrieb aus. Bei einer Betriebs- und Feldbesichtigung können Gastgeber und Gäste Fragen rund um die Unkrautregulierung, den Hofdüngereinsatz und die Fruchtfolge konkret diskutieren. Vom Austausch unter Berufskollegen verspricht sich Bio Suisse, welche die Besuche finanziert, einen glaubwürdigen Wissenstransfer. In der Westschweiz läuft das Projekt bereits seit 2010 erfolgreich. Zahlreiche umstellungsinteressierte Produzentinnen und Produzenten haben das Angebot genutzt. In diesem Jahr wurde es auf die Deutschschweiz ausgeweitet.

Eine Umstellung auf Biolandbau ist auf Grund der guten Knospe-Getreidepreise und der grossen Nachfrage auf dem Markt insbesondere für Ackerbaubetriebe attraktiv. Diese Chance ergreifen seit dem letzten Jahr vermehrt Schweizer Betriebe, so dass der Dachverband Bio Suisse erstmals auf den 1. Januar 2011 wieder eine steigende Anzahl Biobetriebe verzeichnen konnte. Um weiteren Schweizer Landwirtinnen und Landwirten den Zugang zum Biomarkt zu öffnen und die bisherigen Umstellungshindernisse auf breiter Ebene gezielt abzubauen, hat Bio Suisse im Jahr 2009 die Bio- Offensive lanciert. Sie strebt jährlich einen Zuwachs von netto 200 neuen Betrieben mit durchschnittlich 40% Ackerfläche an. Nebst Bio Suisse sind hauptsächlich regionale Mitgliedorganisationen sowie das Forschungsinstitut für den biologischen Landbau in Frick beteiligt.

Weitere Informationen

Bio Suisse

Forschungsinstitut für den biologischen Landbau FiBL

Bild: Lienhard Schulz (Wikimedia Commons)

Beitrag kommentieren