Mit massvoller Holznutzung wird strukturreicher Wald erreicht, der ein ausgeglichenes Waldklima und eine hohe Artenvielfalt aufweist. | © Walter Ackermann / Sophie und Karl Binding Stiftung
Mit massvoller Holznutzung wird strukturreicher Wald erreicht, der ein ausgeglichenes Waldklima und eine hohe Artenvielfalt aufweist. | © Walter Ackermann / Sophie und Karl Binding Stiftung

Binding Waldpreis zum letzten Mal verliehen

  • Amanda Buol
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Die Sophie und Karl Binding Stiftung überreichte diese Woche der Bürgergemeinde Basadingen-Schlattingen TG den dreissigsten Binding Waldpreis. Den mit 200‘000 Franken hochdotierten Waldpreis vergab die Basler Stiftung zum letzten Mal. Sie hat ihr Ziel, die Waldverantwortlichen zu einer innovativen Waldbewirtschaftung zu ermutigen, erreicht.

Der Binding Waldpreis wurde jeweils zu einem spezifischen Jahresthema ausgeschrieben. Dieses Jahr stand «Weniger ist mehr – Suffizienz als Schlüssel zum Erfolg» im Fokus. Die ausgezeichnete Thurgauer Bürgergemeinde Basadingen-Schlattingen betreibt ebendiese suffiziente Waldpflege aus Überzeugung und sehr erfolgreich (naturschutz.ch berichtete). Verzicht zu Gunsten kommender Generationen sei bei dem Preisträger seit langem Programm, sagte Kuratoriumspräsident Georg Schoop am Festakt. Die Preisträgerin setze auf Einzelbaumpflege und fälle Altbäume erst, wenn sie am Ende ihrer Lebenskraft angelangt seien. Dies sei ökologisch wertvoll und bringe mit wenig Mitteleinsatz beachtliche Wertträger hervor.

Mit dem letzten Jahresthema «Weniger ist mehr – Suffizienz als Schlüssel zum Erfolg» setzt die Sophie und Karl Binding Stiftung nach 30 Jahren nun einen Schlusspunkt. In dieser Zeit zeichnete sie 30 Waldbesitzerinnen und Walbesitzer aus, die ihre Wälder vorbildlich im Sinne der Nachhaltigkeit ökologisch, sozial und ökonomisch bewirtschaften und konnte so Impulse für die Umsetzung innovativer Ideen geben.

Nach 30 Jahren Binding Waldpreis hat der Stiftungsrat beschlossen, dass er das bisher für den Waldpreis eingesetzte Geld künftig für andere Projekte im Rahmen des Stiftungszweckes einsetzen möchte. Das Engagement für den Bereich Umwelt und das Programmthema Landschaftsschutz bleibt bei der Stiftung bestehen. Welches Projekt bzw. welche Projekte an die Stelle des Waldpreises treten wird, ist derzeit noch offen.

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