© Tukka (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons
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Bicicletta statt Fiat

  • Nora Kieselbach
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Wie krone.at die italienische Tageszeitung „La Repubblica“ zitiert, wurden 2011 in Italien 1,750 Millionen Fahrräder verkauft, jedoch „nur“ 1,748 Millionen Autos neu zugelassen – eine Revolution im autobegeisterten Italien. Gründe hierfür: Die Wirtschaftskrise und hohe Treibstoffpreise.

Seit dem Zweiten Weltkrieg sind in Italien nicht mehr so viele Fahrräder verkauft worden. Ein Trend, der sich auch im laufenden Jahr fortsetzt. Und dies in einem Land, wo fast 700 Autos pro 1’000 Einwohner gezählt werden. 2011 waren rund 25 Millionen Fahrräder auf Italiens Strassen unterwegs.

Der neueste Trend ist auch in Italien das E-Bike, aber alte Fahrräder in neuem „Gewand“ werden ebenfalls immer beliebter. Dem Fahrrad-Boom steht jedoch ein Mangel an ausgebauten Radwegen entgegen: lediglich 4’000 Kilometer stehen den Velofahrern italienweit zur Verfügung. Daher soll  die Errichtung von Velowegen künftig von Städten und Gemeinden stärker gefördert werden.

Die Autoindustrie wiederum befindet sich in einer beispiellosen Krise: Experten rechnen damit, dass dieses Jahr lediglich 1,6 Millionen Autos verkauft werden. Angesichts der Misere hatte Sergio Marchionne, Konzernchef des italienischen Autoherstellers Fiat, vor Wochen angekündigt, den Investitionsplan seines Unternehmens, der bis 2014 bereits festgelegt worden war, zu überdenken.

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Bild: Tukka [Public domain] via Wikimedia Commons

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