Bevölkerungsbefragung zu invasiven Pflanzen

  • Nora Zoller
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ambrosiaIn einer Masterarbeit wurde an ausgewählten Orten in der Schweiz die Kenntnisse von fast 800 Personen über invasive Pflanzenarten und ihre Einstellungen zu entsprechenden Managementmassnahmen untersucht. Obwohl die Mehrheit der befragten Personen bereits von invasiven Pflanzen gehört hatte, wurden sie nicht als ernsthaftes Umweltproblem wahrgenommen und nur eine Minderheit konnte die Pflanzen auch identifizieren.

Im Gegensatz zur Umweltverschmutzung und zum Klimawandel wurden invasive Pflanzen nicht als ernstes Umweltproblem wahrgenommen, und es herrschte Unschlüssigkeit über die Auswirkungen dieser Arten auf die Umwelt. Die Unterstützung von verschiedenen Managementoptionen variierte je nach Pflanze. Invasive Pflanzen, die gesundheitliche Probleme verursachen, sollten entfernt werden, vorwiegend aus dem eigenen Garten. Die Befragten unterstützten auch das Entfernen von invasiven Pflanzen aus Naturschutz- und anderen naturnahen Gebieten, nicht aber aus Gärten, Städten und Wohnsiedlungen.

Infodienst Biodiversität Schweiz

1 Kommentar

  • Peter Voser

    Bin erleichtert, dass die meisten Leute nicht einstimmen in das Lied der Bedrohung durch die Exoten. Auch Biologen suchen Arbeit, Geld für Studien. Die Dynamik der lokalen Vegetation ist dabei ein spannendes Arbeitsfeld. Im Einzelfall gibt es durchaus gravierende Probleme, etwa mit der Krebspest, welche die autochtone Krebsfauna auslöschen kann. Aber wir wollen immer mehr Mobilität. Wir greifen in das globale Klimageschehen ein, wie der Zauberlehrling bei Goethe. Wir Menschen übernutzen an Land und im Meer. Da sind die Neobionten das kleinste Problem. Im Gegenteil, mit ihnen entstehen neu zusammengesetzte Lebensgemeinschaften. Diese passen vielleicht ganz gut zur veränderten Situation.

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