Bevölkerung steht hinter der Jagd

  • Benjamin Kämpfen
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Die Schweizer Bevölkerung steht klar hinter der Jagd: Jäger fördern die Artenvielfalt, ernten nur, was nachwächst und gehen verantwortungsvoll mit der Waffe um. Dieses äusserst positive Bild ergibt sich aus den Resultaten einer Umfrage im Auftrag von JagdSchweiz. Schweizweit wurden repräsentativ über 1000 Personen zur Jagd befragt.

Die Jagd ist offenbar tief in der Gesellschaft verankert und von der Bevölkerung als notwendig erachtet: Gemäss Jagdbarometer 2012 sind 47 Prozent voll und ganz der Meinung, dass es die Jagd braucht, um die Wildbestände zu regulieren. Weitere 33 Prozent stimmen dieser Aussage eher zu. Sowohl die Begründung, dass die Jagd die Ausbreitung von Tierseuchen verhindere, als auch jene, dass Schäden in der Landwirtschaft verhindert werden, finden bei über der Hälfte der Befragten Zustimmung.

Regulierung von Grossraubtieren

Etwas tendenziös fragte JagdSchweiz die Umfrageteilnehmer, wie sie die Aussage „Wenn es viele Raubtiere wie Bär, Luchs und Wolf gibt, muss auch ihr Bestand reguliert werden“ beurteilen: 67 Prozent stimmen dieser Aussage zu und nur 31 Prozent lehnen sie ab. Zu diesem Ergebnis kommentiert der WWF Schweiz: „Heute sind die Bestände der international geschützten Tiere Bär und Wolf in der Schweiz noch viel zu klein, um ernsthaft über eine Regulierung zu sprechen. Bei etablierten, das heisst überlebensfähigen Grossraubtier-Beständen, sollen aus Sicht des WWF regulierende Eingriffe im Schadensfall künftig möglich sein, solange das Überleben des Bestandes gesichert ist. Dies entspricht dem gemeinsam erzielten Konsens aus den Gesprächen zwischen den Jägern, Schafzüchtern, Pro Natura und WWF Schweiz.“

Mit der Umfrage zeigt JagdSchweiz, dass die Jagd breit akzeptiert ist und auch eine Regulierung von Grossraubtieren bei gesicherten Beständen denkbar wäre. Frühere Umfragen vom WWF Schweiz offenbarten aber auch, dass drei von vier Schweizern die Rückkehr von Bär, Luchs und Wolf befürworten.

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JagdSchweiz

1 Kommentar

  • Peter Voser

    Dass die Schweizer Bevölkerung ein so pragmatisches Bild der Jagd hat, freut mich sehr. In der Ostschweiz habe ich selber erlebt, wie Hirschbestände ohne jagdliche Regulation den Wald und dessen Erneuerung beeinflussen. Nun ist es an der Zeit, dass auch die Jägerschaft noch „Tolggen im Reinheft“ angeht. Sonst gerät sie immer wieder selber ins Schussfeld. Kein Alkohol auf der Jagd, setzt sich allmählich überall durch – ein erfreuliches Beispiel auf diesem Weg, bleifreie Munition wäre ein anderes.

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