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Betretungsverbot der Laichgründe

  • Nicole Wabersky
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Die Nase gehörte früher zu den häufigsten Fischarten in den Schweizer Flüssen. Heute ist sie vom Aussterben bedroht. Um das Überleben der Bestände zu sichern, setzt sich der Kanton Aargau für die Aufwertung und Revitalisierung ihrer Lebensräume ein. Zum Schutz des sensiblen Laichvorgangs gilt neu ein generelles Betretungsverbot der Laichgründe in den Monaten April und Mai.

Die zur Familie der Cypriniden (Karpfenartige) gehörende Fischart Nase ist vom Aussterben bedroht. Eingriffe in die Gewässerstruktur, zum Beispiel durch die Verbauung der Fliessgewässer und der natürlichen Wanderkorridore, haben aus dem früheren Massenfisch eine Rarität gemacht.

Der Kanton Aargau unterstützt diverse Projekte, um das endgültige Verschwinden der Fischart zu verhindern. Dazu gehören das gezielte Revitalisieren ihrer Lebensräume sowie die Beseitigung von künstlichen Abstürzen und Schwellen, um die Fische bei ihren alljährlichen Wanderungen nicht mehr zu behindern.

Insbesondere hindernisfreie Mündungen von Nebenflüssen in einen Hauptlauf sind wichtig, um den Nasen Zugang zu den Laich- und Rückzugsgebieten zu gewähren. Ebenso werden durch die Mobilisierung und Rückgabe von Kies geeignete und gut durchströmte Laichgründe zurückgewonnen.

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Bild: © Christa Rohrbach

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