Besenderter Uhu „Dionys“ fast umgekommen

  • Redaktion Naturschutz
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Der besenderte Uhu „Dionys“ hatte vor Weihnachten das Val d'Hérens verlassen und begab sich in die Rhoneebene. Am Abend des 26. Dezembers wurde er am Ufer der Rhone entdeckt, wobei er sich wenig scheu zeigte. Am folgenden Tag sass er noch immer dort und liess sich von Hand einfangen. Der Vogel war abgemagert und sehr geschwäch. Dank seines Senders konnte er gefunden, gepflegt und gefüttert werden! Wir hoffen, dass er in wenigen Tagen wieder freigelassen werden kann.

Die Uhuforscher der Universität Bern haben auch „Selene“ aufgesucht. Selene trägt einen Satellitensender und wurde in den vergangenen Wochen immer wieder rund 12 km südöstlich von Biella (Piemont, Italien) geortet. Der Vogel wurde nun bei Castelletto, am Ufer des Flusses Cervo entdeckt. Er verbrachte den Tag gut versteckt in einem mit Efeu behangenen Baum. Offenbar findet Selene am Fluss in Form von Wasservögeln, Ratten und Krähenvögeln genügend Nahrung, denn seit dem 27. Oktober befand er sich immer in derselben Gegend. Auch die Senderuhus „Pallas“ und „Sierro“ leben noch und jagen regelmässig im Wallis, in der Rhoneebene.

Uhu auch mitten in Luzern:
Mitte November ging zudem bei der Vogelwarte Sempach die Meldung ein, dass sich ein Uhu mitten in der Stadt Luzern aufhalte. Offenbar hatte das reichliche Nahrungsangebot an Ratten, Stadttauben und Wasservögeln den Jungvogel angelockt. Ein paar Tage später wurde er von der Stadtpolizei völlig durchnässt aus der Reuss gefischt. Nachdem er sich in der Pflegestation der Vogelwarte von seinen Eskapaden erholt hatte, konnte er kürzlich wieder freigelassen werden.

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Naturhist. Museum Freiburg

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