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Beschwerde gegen Skigebietsverbindung

  • Stefanie Pfefferli
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Die Alpenschutzorganisation mountain wilderness erhebt Einsprache gegen die Zonen- und Erschliessungsplanänderung für die Skigebietsverbindung Lenzerheide-Arosa. Wie die Organisation in der aktuellen Medienmitteilung schreibt, befürchtet  sie einen massiven Eingriff ins Landschaftsbild, erhöhten Druck auf die Natur und kritisiert zudem die fehlende Verkehrsplanung.

Nachdem die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Vaz/Obervaz am 27. November 2011 die Ortsplanungsrevision und damit auch die Skigebietsverbindung Lenzerheide-Arosa gutgeheissen haben, hat die Gemeinde am 1. Dezember 2011 die Beschwerdeauflage dazu amtlich publiziert. Ebenfalls wurde am 5. Dezember die Ortsplanungsrevision von Tschiertschen-Praden amtlich publiziert. Auch diese Revision ist für die Skigebietsverbindung nötig.  Nun haben die beschwerdeberechtigten gesamtschweizerischen Umweltorganisationen das Recht, diese Zonen- und Erschliessungsplanänderung anzufechten. mountain wilderness hat kürzlich beschlossen, diesen Weg zu beschreiten, denn:

Erstens wird mit der Skigebietsverbindung eine heute noch intakte naturbelassene Landschaft mit der Überspannung durch eine Gondelbahn massiv beeinträchtigt.

Zweitens werden die wild lebenden Tiere im Urdental, unter ihnen auch das vom Aussterben bedrohte Steinhuhn, unter grossen Druck geraten. Auch wenn keine Pistenpräparierungen vorgesehen ist, ist davon auszugehen dass die Freeride-Abfahrten auch in den angrenzenden Gebieten (Schafalp, Alpstein und Westseite Weisshorn) zunehmen werden.

Drittens ist die Verkehrsproblematik im Zubringertal überhaupt nicht gelöst. Der Tagesverkehr wird als Folge der Skigebietsverbindung massiv zunehmen. Als Folge davon werden chaotische Zustände an den Wochenenden der Hochsaison auf der Achse Chur-Lenzerheide erwartet.

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Steinhuhn-Foto: M. Merker

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