Berner Seeland: Bauer misshandelt 80 Kühe

  • Redaktion Naturschutz
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Bei einer Tierhaltungskontrolle in einem landwirtschaftlichen Betrieb im Seeland wurden gegen 80 Tiere gefunden, die stark vernachlässigte Zustände aufweisen. Dies teilte die Kantonspolizei Bern mit. Ein Tier musste sofort eingeschläfert werden.

In mehreren Freilaufställen des Grossbetriebs werden insgesamt 78 Kälber, Rinder, Kühe und ein Stier gehalten. Die Tiere weisen starke Vernachlässigungen auf wie beispielsweise bei der Klauenpflege und bei der Reinhaltung. Zudem stehen sie auf Bergen von Mist. Eine seit mehreren Tagen festliegende Kuh, welche unterernährt war und fieberte, musste durch den Amtstierarzt vor Ort eingeschläfert und mittels Seilwinde aus dem Stall geborgen werden.
Gemäss Vorgaben des Veterinärdienstes muss der Landwirt Sofortmassnahmen treffen. So sollen unter anderem der Viehbestand reduziert und bauliche Verbesserungen an den Stallungen an die Hand genommen werden. Es werden vor Ort kontinuierlich Kontrollen vorgenommen.
Der Landwirt wird mit einer Strafanzeige wegen Missachtung des Tierschutzgesetzes und des Umweltschutzgesetzes zu rechnen haben. Aus mehreren Ställen fliesst das Mistwasser direkt auf die Strasse oder beispielsweise das Güllenwasser via Strasse direkt in die Kanalisation. (sb)

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