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Berner Regierungsrat will Moorschutz lockern

  • Amanda Buol
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Moore bedecken heute nur noch gerade 10 Prozent ihrer ursprünglichen Fläche. Bei einer Annahme eines nun eingereichten Vorstosses aus dem Berner Regierungsrat würde der in der Verfassung verankerte Moorschutz aufgeweicht und die Zerstörung der letzten Moor-Relikte in der Schweiz möglich.

Hochmoore gehören zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen der Schweiz. Die verbleibenden 10 Prozent der Schweizer Moore sind Dank dem Moorschutz, der in der Bundesverfassung verankert ist, geschützt.

Einen Motion soll den Bau von Anlagen, die erneuerbare Energie erzeugen, in Moorlandschaften ermöglichen, wie beispielsweise beim Grimselsee. Der Berner Regierungsrat hat nun die Annahme dieser Motion empfohlen.

Für die Naturschutzorganisationen Aqua Viva ist es ein weiterer Schritt in Richtung Lebensraum-Armut in der Schweiz. Ausserdem ist es für sie unverständlich, dass die Einhaltung der Energiestrategie 2015  auf Kosten letzter noch erhaltener Lebensräume erfolgen soll. Eine Annahme dieser Motion würde rechtlich Türen für wirtschaftliche Interessen an diesen einmaligen Lebensräumen öffnen und man würde so mehr verlieren, als gewinnen. Aqua Viva spricht sich vehement gegen die Motion «Erneuerbare Energie in Moorlandschaften ermöglichen» aus.

Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern habe bereits diesem Umstand Rechnung getragen und den Schutz der Moore am Grimselsee letzten Dezember bestätigt (naturschutz.ch berichtete).

Der Grosse Rat des Kantons Bern wird in der Septembersession über die Standesinitiative entscheiden.

3 Kommentare

  • Christian Stettler

    Wenn wir das Geld,statt in Wind-,in Sonnenenergie investiren würden,zb in dem wir die Dächer mit Sonnenpänels,zu vernünftigen Preisen,bestücken würden wären wir ein Stück weiter.Mit überschuss-Energie Speicherbecken befüllen würden hätten wir auch reseve wenn die Sonne mal nicht scheint.Dann brauchen wir die Windenergie gar nicht mehr gross..Aber solange jeder eine Goldene-Nase verdinen will in Bern geht das natürlich nicht.Erst wenn sich das Provitdenken ändert dann macht es auch einen Sinn.

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  • Stephan

    Also analog zu unserer Urbanen Immobiliengeschichte.
    Günstiges und funktionierendes zu nichte machen um jemandem den stinkenden Fisch zu überschallpreisen unter zu jubeln

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  • Ferdi Projer

    Für Geld und Gewinne sind Politiker immer zu haben, auch wenn unsere Lebensräume verarmen. Solche „Volksvertreter“ sind unhaltbar und müssten mit einer Motion sofort abgewählt werden.

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