Berner Regierungsrat gegen Mühleberg

  • Monika Jung
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akw_muehleberg_wiki_BKWDer Regierungsrat des Kantons Bern setzt in seiner Energiepolitik auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Im Gegensatz zum Grossen Rat lehnt er deshalb einen Ersatz des Kernkraftwerks Mühleberg ab. Aus Sicht der Kantonsregierung ist die Atomkraft veraltet, gefährlich, teuer und unnötig.

Die Entsorgungsproblematik sei trotz intensiver Suche seit 40 Jahren ungelöst, heisst es in der Medienmitteilung der Kantonsregierung. Die Zukunft gehöre den erneuerbaren Energien. „Heute stehen wir vor einem technologischen Durchbruch, welcher insbesondere auch durch steigende Energie- und Rohstoffpreise ausgelöst wird“, stellte die Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer fest. „Der Regierungsrat ist überzeugt, dass unsere Energieversorgung in 20 Jahren auch ohne Atomkraft möglich ist.“ Das zu diesem Zeitpunkt europaweit vorhandene Potenzial an erneuerbaren Energien würde zusammen mit einer höheren Energieeffizienz ausreichen, um den Strombedarf zu decken. Der Atomstrom ist nach Ansicht des Regierungsrats zudem zu teuer, da der Bau von Atomkraftwerken mit grossen finanziellen Risiken verbunden ist.

Schliesslich würde die bernische Wirtschaft vom Bau des neuen Atomkraftwerks kaum profitieren. Das Kraftwerk würde nämlich zu einem sehr grossen Teil von ausländischen Firmen und Experten gebaut. „Demgegenüber schaffen erneuerbare Energien und Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz viele neue Arbeitsplätze hier bei uns im Kanton“, gab die kantonale Energiedirektorin zu bedenken.

Weitere Informationen (Medienmitteilung Kanton Bern)

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