Grimselsee

Berner Grimsel-Schwindel?

  • Nora Kieselbach
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Hat der Kanton Bern bewusst falsche Informationen über die Erhöhung der Grimsel-Staumauer verbreitet? Oder hat die Regierung ihren Entscheid gar aufgrund falscher Informationen gefällt? Solche Fragen stellen sich zurzeit die Umweltverbände. Greenpeace Schweiz, Grimselverein, Pro Natura und WWF Schweiz. Denn als die Berner Kantonsregierung vor einer Woche ihr Ja zur Staumauer-Erhöhung kommunizierte, sprach sie von „zusätzlich erzeugten 240 Gigawattstunden“ Strom. Das ist grundfalsch: Die Erhöhung der Staumauer bringt keine Mehrproduktion an Strom. Die Umweltverbände fordern daher eine öffentliche Richtigstellung der Fakten, wie sie gestern in einem gemeinsamen Communiqué mitteilten.

Denn der technische Bericht zum Staumauer-Projekt macht deutlich, dass die Erhöhung der Staumauer keine einzige Gigawattstunde Strom mehr ergibt. Auf Seite 21 des Berichts steht wörtlich: „[…] Die Menge der produzierten Energie bleibt zwar übers ganze Jahr betrachtet unverändert, Regel- und Reserveenergie aber viel flexibler übers ganze Jahr erzeugt werden […]“.

Offenbar hat die Regierung inzwischen ihren Fehler eingesehen, denn auf der eigenen Website wurde der entsprechende Satz bezüglich Mehrproduktion an Strom klammheimlich entfernt. WWF Schweiz fordert nun von der Berner Regierung, dass sie offen zu dieser Falschinformation steht und kommuniziert, dass mit der höheren Staumauer nicht mehr Strom produziert wird.

Weitere Informationen

Greenpeace Schweiz
Grimselverein
Pro Natura
WWF Schweiz

Bild: Roland Zumbühl (Wikimedia Commons)

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