Europäischer Fischotter | © Mathias Appel, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Europäischer Fischotter | © Mathias Appel, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Berner Fischotter sorgen für Nachwuchs

  • Mélanie Guillebeau
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Der Erfolg des Fischotters an der Aare in Bern geht in die zweite Runde. Erneut konnte ein Jungtier nachgewiesen werden.

Wie die Stiftung ProLutra berichtet lebt seit kurzer Zeit wieder ein junger Fischotter in der Aare bei Bern. Bildaufnahmen, die im Rahmen des Bibermonitoring entstanden, konnten das Jungtier vor einigen Wochen nachweisen.

Fischotter Jungtier
Der junge Fischotter (links), welcher in der Aare bei Bern nachgewiesen wurde. | @ Kurt Grossenbacher

Verbleib des ersten Wurfs ungewiss

Es ist der zweite bestätigte Nachwuchs von wildlebenden Ottern um Bern. Vor gut zwei Jahren wurde ein erster Wurf beobachtet (naturschutz.ch berichtete). Durch ein Netz von Kamerafallen, die dem Bibermonitoring dienen, konnten die Jungtiere damals über mehrere Monate nachgewiesen werden. Unterdessen haben diese Tiere das Erwachsenenalter erreicht und sind von ausgewachsenen Tieren nicht mehr zu unterscheiden. Allerdings ist der Verbleib dieser Tiere unklar.

Jungtiere bleiben etwa 14 Monate beim Muttertier. Doch auch so ist das erste Lebensjahr für Otter ziemlich gefährlich: Über 30% der Jungtiere kommen in den ersten Lebensmonaten um. Nicht viel besser sieht es für die abwandernden Tiere aus, die sich nun um ein eigenes Territorium kümmern müssen. Insgesamt sterben geschätzt 50% der Jungtiere in den ersten 2 Lebensjahren.

Abschuss von Fischottern in Österreich genehmigt

Mitte Februar berichtete naturschutz.ch über den geplanten Abschuss von über 80 Tieren in unserem Nachbarland Österreich. Er sollte als Sündenbock für die eingebrochenen Fischbestände hinhalten. Um diese unnütze Tötung aufzuhalten, haben verschiedene Tierschutzverbände eine Petition gestartet. Trotzdem wurde laut Angaben der Stiftung ProLutra der Abschuss von 40 Tieren bis im Sommer 2018 genehmigt, obschon auch in Österreich die Bestände des Fischotters aufgrund von Jagd, Lebensraumverlust und Verschmutzung abgenommen haben.

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