Bergfinken-Invasion

  • Redaktion Naturschutz
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Das Schweizer Mittelland erlebt derzeit eine regelrechte Bergfinken-Invasion. Wie zuletzt im Jahr 2000 haben die reichhaltigen Buchennüsschen-Vorkommen die in Nordeuropa beheimateten Vögel angelockt. Im Raum Zürich sind zahlreiche Finkenschwärme in der Grössenordnung von 50 Vögeln bis hinauf zu 500 oder 1000 Bergfinken beobachtet worden, erklärte Ernst Kistler, Geschäftsführer des Zürcher Vogelschutzs (ZVS). Zahlreiche Telefonate hätten bestätigt, dass sich die Vögel aus dem hohen Norden, die zur Brutzeit in Skandinavien und in Russland leben, zumindest im Bachsertal und im Greifenseegebiet niedergelassen haben.
Um Weihnachten herum wies die Schweizerische Vogelwarte in Sempach bereits darauf hin, dass sich Millionen von Bergfinken in Riniken bei Brugg AG versammeln, um gemeinsam zu übernachten. Dieser Schlafplatz löst sich nun auf: Nach geschätzten mehreren Millionen an Neujahr übernachten derzeit noch etwa 500 000 Vögel in Riniken. Die Bergfinken suchen sich im ganzen Mittelland neue Schlafplätze. Der Grund der Invasion geht auf den heissen Sommer zurück: Wegen der Hitze produzierten die Rotbuchen überaus viele Nüsschen, welche die Hauptnahrung der Bergfinken darstellen.

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ZVS

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