Repower

Bereit zum Verzicht auf Kohlekraftwerk unter Bedingungen

  • Stefanie Pfefferli
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Der Schweizer Energiekonzern Repower ist gemäss CEO Kurt Bobst bereit, unter Bedingungen auf Kohlekraftwerke zu verzichten. In der heutigen Ausgabe der Südostschweiz am Sonntag wird Bobst zitiert: „Wir würden das Kohlekraftprojekt nicht gegen den grossmehrheitlichen Willen der Bevölkerung bauen. Einen Bauentscheid fällen wir erst, wenn sämtliche Tatsachen auf dem Tisch liegen und da gehört auch die Befürwortung der Bevölkerung dazu.“

Repower war nach einem Rundschau-Bericht vom 21. September unter grossen Rechtfertigungsdruck geraten. Die Rundschau hatte aufgedeckt, dass Repower Pro-Kohle-Demonstranten finanziell unterstützt hatte, um Ende August an einer Anti-Kohle-Kundgebung in Chur teilzunehmen (naturschutz.ch berichtete). Repower hatte auch sachlich unwahre Pro-Kohle-Werbung verbreitet. Zudem hat der Bündner Konzern irreführende Behauptungen befürwortender Bürger-Komitees zu verantworten: Der Kommunikations-Verantwortliche der Tochterfirma SEI hat nachweislich die problematischen Medienmitteilungen selbst verfasst oder zumindest gegengelesen. Repower und die Befürworter-Komitees hatten immer behauptet, von einander unabhängig zu sein. Neben Regierung, Parlament und Tourismusbranche lehnt nach Einschätzung der Kohlegegner in Kalabrien auch die grosse Mehrheit der Bevölkerung das Projekt ab. Im Kanton Graubünden läuft zurzeit die Unterschriftensammlung für eine Kantonale Volksinitiative „Ja zu sauberem Strom ohne Kohlekraft“.

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