Xingu_River

Belo Monte Damm bedroht einzigartige Umwelt!

  • Nicole Wabersky
  • -

Im Xingu-Flusssystem in Brasilien soll einer der drei grössten hydroelektrischen Dämme weltweit entstehen. Hiermit wird laut Amazone Watch nicht nur die indigene Bevölkerung bedroht, sondern auch die einzigartige Flora und Fauna. Dieses Projekt sieht vor, dass 80 Prozent des Flusses rückgestaut werden. Damit würde eine Fläche von 1500 Quadratkilometern diesem Projekt zum Opfer fallen. Zudem müssten 20’000 bis 40’000 Personen umgesiedelt werden.

Das Xingu Flussbecken ist nicht nur Heimat von 25’000 indigenen Menschen, sondern auch ein Symbol für die Brasilianische Kultur und biologische Vielfalt! Der Xingu entstammt der Mato Grosso Savanne und fliesst in den Amazonas. Trotz dem Schutz durch die indigene Bevölkerung und vieler Umweltschutzorganisationen ist diese Region nun stark bedroht.

Über 20 Jahre kämpfen die ansässige Bevölkerung und viele internationale Umweltschutzorganisationen schon gegen dieses Projekt. Trotzdem konnte die Regierung Brasiliens stets an ihrem Vorhaben weiterarbeiten. Auch haben verschiedene Studien laut Amazone Watch nachgewiesen, dass andere Energiequellen praktikabler sind, zum Beispiel die Solar- und Windenergie.

Das Projekt bringt viel mehr negative Folgen mit sich, als dass es wirklich einen Nutzen hätte. Im sozialen Bereich kommt es laut Amazone Watch schon jetzt zu desaströsen Auswirkungen. Von Umsiedelungen und einer Zunahme der Kriminalität, über den Rückgang der Bildung, Gesundheit und Abwasserentsorgung, bis hin zu Einschränkungen des Handels der indigenen Bevölkerung, Verlust von Ackerland und Fischerei, sowie Brutherde für Krankheiten wie Malaria.

Auch die Umwelt wird durch das Projekt stark in Mitleidenschaft gezogen. Grosse Teile des Flusses sollen trocken gelegt werden. Die Wasserqualität wird darunter leiden und erst recht die vielen Frischwasserarten die dort leben. Insgesamt sollen laut Amazone Watch 668 Quadratkilometer an Land und 400 Quadratkilometer an Wald geflutet werden. Mit der geringen Wassermenge würden einige Arten nicht nur bedroht sein, sie können auch aussterben!

Eine riesige Zerstörung auf Kosten der Umwelt und der Bevölkerung. Die indigene Bevölkerung hat den Schaden und die urbane Bevölkerung muss dieses Projekt mit hohen Energiekosten berappen. Die lokale Fischerei ist bedroht. Es kommt zum Verlust der Biodiversität. Grosse Areale an Holz werden vernichtet und zudem grosse Mengen vom Treibhausgas CO2 freigesetzt. Schlussendlich ist dies ein gigantischer Eingriff in die Ökologie des Amazonas und dem Land der indigenen und urbanen Bevölkerung!

Hier geht’s zum Artikel von Amazone Watch! (Englisch)

Hier geht’s zur Petition! (Englisch)

Bild: בן הטבע [CC-BY-SA-2.5], vom Wikimedia Commons

Beitrag kommentieren