Solidago_canadensis

Belastung für zukünftige Generationen

  • Monika Jung
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Solidago_canadensisDie Langzeitwirkungen von nicht-einheimischen Tier- und Pflanzenarten auf die biologische Vielfalt und die Wirtschaft könnten grösser sein als bisher angenommen. Dies schliesst ein internationales Forscherteam mit Beteiligung des Instituts für Ökologie und Evolution der Universität Bern aus dem Vergleich von Daten über invasive Arten mit der sozialen und ökonomischen Entwicklung in Europa. Anhand der Resultate lässt sich darauf schliessen, dass die ökologischen Folgen der Globalisierung – ähnlich wie beim Klimawandel – erst ein Jahrhundert später deutlich werden.

Der Entwicklungsgrad eines Landes beeinflusst, wie stark gebietsfremde Arten durch den Welthandel in das Land kommen und wie stark sie sich dort vermehren können. Strassen, zerstörte oder zerschnittene Lebensräume sowie die Intensivierung der Landwirtschaft fördern die Etablierung und Ausbreitung invasiver Arten. «Der jetzige Wohlstand ermöglicht den Güteraustausch mit aller Welt, der uns in den Folgejahren eine grosse Zahl nicht-einheimischer und invasiver Arten bringt. Diese brauchen dann meist ein paar Jahrzehnte, um sich zu etablieren und um Schaden anzurichten», erklärt Professor Wolfgang Nentwig vom Institut für Ökologie und Evolution der Universität Bern. Gemäss dem Berner Biologen bestimmen wir also heute die Folgekosten, die durch invasive Arten verursacht werden und die unsere Nachkommen dann begleichen müssen.

Universität Bern (Vollständiger Artikel)

Bild: Georg Slickers/wikimedia

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