Waldkiefer Rinde

Baumschädling erstmals in der Schweiz nachgewiesen

  • Dominique Haiden
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Waldkiefer RindeIn einer Lieferung von Nadelholzrinde aus Portugal wurde in der Schweiz erstmals der Schädling Kiefernholznematode nachgewiesen. Dieser Fadenwurm kann ein sehr grosses Risiko für die Schweizer Wälder und insbesondere die Föhren-Arten darstellen. Die Bundesämter für Umwelt und Landwirtschaft verschärfen deshalb ab sofort die Bedingungen für den Verkauf von Nadelholzrinde aus Portugal.

Der Kiefernholznematode (Bursaphelenchus xylophilus) ist ein 1 Millimeter kleiner Fadenwurm, der bevorzugt Föhren-Arten befällt. Er kann aber auch andere Nadelholzarten wie Tanne, Fichte und Lärche befallen und ist für den Menschen ungefährlich. Bei warmen Temperaturen (über 20 °C Monatsdurchschnitt) stirbt eine befallene Föhre innerhalb weniger Monate ab. Die anderen Nadelholzgattungen tolerieren einen Befall, werden dadurch aber zu einem Reservoir für die Nematoden und tragen so zur weiteren Verbreitung bei. Der Kiefernholznematode ist einer der am meisten gefürchteten Schädlinge für den Wald in Europa.

Nun wurde der Schädling in einer ursprünglich aus Portugal stammenden Lieferung von Nadelholzrinde, die vor allem der Gartendekoration dient, erstmals auch in der Schweiz entdeckt und nachgewiesen. Der von den Bundesämtern für Umwelt und Landwirtschaft gemeinsam geführte Eidgenössische Pflanzenschutzdienst (EPSD) hat den betroffenen Importeur informiert und die betroffene Lieferung gesperrt. Rinde aus dieser Lieferung, die bereits an Detaillisten geliefert wurden, muss durch den Importeur zurückgenommen werden. Der Bund hat Nadelholzrinde aus Portugal ab sofort als Risikoware eingestuft. Rindenlieferungen von Nadelholz jeglicher Art aus Portugal sind vorsorglich für den Verkauf und/oder die Verteilung gesperrt.

Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL hat den Parasiten bislang in der Natur nicht nachweisen können. Das BAFU hat dennoch entschieden, die Beobachtung in der Nähe der Lager von potenziell betroffenen Importfirmen präventiv zu verstärken. Wer in den letzten Wochen entsprechende Rinde gekauft hat, kann sich an das Bundesamt für Umwelt (wald(at)bafu.admin.ch) wenden.

Weitere Informationen

Bundesamt für Umwelt BAFU

Bundesamt für Landwirtschaft BLW

Bild: Ramin Nakisa (Wikimedia Commons)

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