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Bartgeier Bernd wieder Zuhause

  • Eliane Küpfer
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Der spektakuläre Ausflug von Bartgeier Bernd hat diesen Frühsommer die Experten der Stiftung Pro Bartgeier auf Trab gehalten. Der Jungvogel wurde 2012 Jahr im St. Gallischen Calfeisental ausgewildert. Doch Bernd hat seinen alpinen Lebensraum Ende Mai verlassen.

Seine beispiellose Odyssee führte ihn über Nürnberg und Prag bis an die Ostsee. Schliesslich wurde der geschwächte Riesenvogel von Ornithologen wieder eingefangen und in Tschechischen Zoos aufgepäppelt. Der siebenwöchige Rekordflug von über 3000 Kilometern konnte dank einem Satellitensender verfolgt werden.

In den Alpen profitieren Bartgeier von guter Thermik und finden dank guten Beständen von Steinbock, Gemse und Rothirsch immer ausreichend Aas. Länger andauernde Ausflüge in flache Regionen sind hingegen heikel. Die veterinärmedizinischen Untersuchungen haben dann auch gezeigt, dass Bernd stark ausgehungert war.

Warum Bernd seine ursprüngliche Heimat verlassen hat, wissen die Ornithologen der Stiftung Pro Bartgeier nicht. Sie sind einfach froh, dass das Abenteuer des teuren Vogels ein gutes Ende nahm. Im Zoo Prag hat sich der Bartgeier inzwischen wieder gute Reserven angefressen. Nach seinem Rücktransport in die Schweiz hat nun die Stiftung Pro Bartgeier den fast sechs Kilogramm schweren WWF-Bartgeier wieder in heimischen Gefilden beim Eidgenössischen Jagdbanngebiet Graue Hörner frei gelassen. Die Experten erwarten, dass Bernd nun in den Alpen bleibt und sich in einigen Jahren hier fortpflanzen wird.

Bild © Markus P. Stähli
Karte © Stiftung Pro Bartgeier

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