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Bald Vogelabschuss wegen Fischbeständen?

  • Sophie Ryser
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In der Aare zwischen Thun und Bern sind in den letzten 20 Jahren viele Fische verschwunden oder ihre Bestände sind zumindest geschrumpft. So sei etwa die Zahl der Bachforellen seit 1990 um 80 Prozent zurückgegangen, sagt Thomas Vuille, Leiter des Berner Fischereiinspektorats. Und auch die Nase, welche früher sehr häufig war, ist fast ganz verschwunden.

Deshalb wollte man herausfinden, woran dies liegt. Mehrere Gründe wurden gefunden: Klimaerwärmung, Wasserverunreinigung, Fischerei und fischfressende Vogelarten wie Graureiher, Kormoran und Gänsesäger. Und offensichtlich wird es als die einfachste Lösung für das Problem angesehen, die Vögel abzuschiessen.

Wo Fischbestände gefährdet sind, solle der Abschuss von fischfressenden Vögeln möglich gemacht werden, auch wenn der Graureiher eine geschützte Art ist. „Wir werden uns notfalls bei der Jagdbehörde für Sonderabschuss-Bewilligungen einsetzen“, meint Vuille dazu.

Auch Hans Thoenen, Geschäftsführer des Kantonalen Fischerei-Verbandes findet dies eine gute Idee. Denn die Vögel würden grossen Schaden anrichten und es müsse konsequenter gegen sie vorgegangen werden. Wenigstens sind auch die Angler bereit, etwas zu ändern. Über Entnahmeeinschränkungen würden sie mit sich diskutieren lassen.

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Bild: Luc Viatour [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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