Bahn verliert, Alpentransitbörse nötig

  • Barbara Darani
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lastwagenDer Anteil der auf der Bahn durch die Schweiz transportierten Güter ist gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 um 2.9 Prozent gesunken, jener der Strasse hat hingegen weitere Anteile gewonnen. Das widerspricht der vom Volk gewünschten und in der Verfassung verankerten Verlagerung. Die neusten Zahlen haben nicht nur mit der wirtschaftlichen Krise zu tun, sondern widerspiegeln auch die langjährige Entwicklung. So wurden 1981 90 Prozent der Güter per Bahn über die Alpen gefahren, im Jahr 2000 waren es 70, jetzt sind es noch 61 Prozent. Das ist dramatisch und läuft der Verlagerungspolitik des Bundes diametral entgegen.

Eine unlängst veröffentlichte Studie der Alpen-Initiative hat ergeben, dass mit der Eröffnung des neuen Eisenbahntunnels am Gotthard 2017 ohne zusätzliche Massnahmen maximal 2,5 Prozent der Güter von der Strasse auf die Schiene wechseln. Das bedeutet: die Milliardeninvestitionen in die Neat werden nur knapp das ausgleichen, was im ersten Halbjahr 2009 der Bahn an Anteilen abhanden gekommen ist.

Die Alpen-Initiative schlägt deshalb eine Alpentransitbörse vor, um eine rasche Verlagerung der Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene zu erreichen. Mit ihr können der Niedergang des Bahngüterverkehrs gestoppt und die ökologisch sensiblen Alpen vor den schädlichen Auswirkungen des Lastwagenverkehrs geschützt werden.

Alpen-Initiative

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