Dohlenkrebs Flusskrebs

BAFU publiziert Aktionsplan Flusskrebse

  • Dominique Haiden
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Dohlenkrebs FlusskrebsDas Bundesamt für Umwelt BAFU publizierte am 23. Mai 2011 einen Aktionsplan zur Förderung der drei einheimischen Flusskrebsarten Edelkrebs, Dohlenkrebs und Steinkrebs. Im Aktionsplan werden neben den Rahmenbedingungen zur Förderung der einheimischen Krebsarten auch Bekämpfungsmassnahmen gegen die Ausbreitung von nicht einheimischen Arten, die bereits in der Natur vorkommen, vorgeschlagen.

Wie das BAFU berichtet ist seit Jahrzehnten ein Rückgang der einheimischen Krebspopulationen zu beobachten. Der Edelkrebs gilt im Sinne der Fischereigesetzgebung des Bundes als gefährdet, der Dohlen- und der Steinkrebs sogar als stark gefährdet. Der Rückgang der Populationen sei auf die Verschlechterung oder sogar das Verschwinden aquatischer Lebensräume zurückzuführen. Daneben wächst aber auch der Konkurrenzdruck auf einheimische Bestände durch eingeschleppte, nicht einheimische Krebsarten. Laut BAFU zählt die Krebsfauna der Schweiz bereits vier nicht einheimische Krebsarten, manche übertragen auch eine für einheimische Krebse tödliche Krankheit.

Der vom Bundesamt für Umwelt BAFU verfasste Aktionsplan umfasst darum sowohl Massnahmen zur Erhaltung der einheimischen Arten (z.B. die Renaturierung der Lebensräume und die Vernetzung aquatischer Systeme) als auch solche zur Bekämpfung nicht einheimischer Krebsarten und wir von Bund und Kantonen finanziell unterstützt.

Weitere Informationen

Bundesamt für Umwelt BAFU

Bild: David Gerke (Wikimedia Commons)

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