BAFU genehmigt neun Naturparkprojekte

  • Barbara Darani
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Anfang 2009 haben die Kantone beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) elf Gesuche für Pärke von nationaler Bedeutung eingereicht. Neun dieser Gesuche nahm das BAFU in die Hauptprüfung auf. Alle wurden gutgeheissen.

Zwei Parkprojekte erhalten auf den 1. Januar 2010 das Label „Park von nationaler Bedeutung“: der Regionale Naturpark Thal im Kanton Solothurn und der Naturerlebnispark Wildnispark Zürich-Sihlwald bei Zürich. Das Label wird für die Dauer von zehn Jahren verliehen und muss dann neu beantragt werden. Damit hat die Schweiz neben dem Schweizerischen Nationalpark bald drei Pärke von nationaler Bedeutung: den ersten Naturerlebnispark, den Wildnispark Zürich-Sihlwald, den Regionalen Naturpark Thal und die UNESCO Biosphäre Entlebuch, die das Label Regionaler Naturpark bereits letztes Jahr erhalten hatte.

Alle sieben geprüften Parkprojekte für Regionale Naturpärke beurteilte das BAFU positiv und konnte den Gesuchen der Kantone um Finanzhilfen für die Errichtung grundsätzlich entsprechen, teilweise aber unter Auflagen. Dem BAFU stehen für diese jetzt bewilligten sieben Gesuche etwas über 5,6 Mio. Franken für Finanzhilfen in den Jahren 2009-2011 zur Verfügung. Die Kantone und Parkträgerschaften hatten vom Bund für die eingegebenen Parkprojekte Finanzhilfen in der Gesamthöhe von rund 9,3 Mio. Franken beantragt.

Die Prüfung des Gesuchs des Kantons Tessin für Finanzhilfen an das erste Nationalparkprojekt Parco nazionale del Locarnese konnte noch nicht abgeschlossen werden. Der Ausstieg der Gemeinde Cevio Ende Mai aus dem Projekt verkleinerte die Fläche des geplanten neuen Nationalparks deutlich. Die im Parkprojekt verbliebenen Gemeinden haben sich dennoch entschieden, den begonnenen Prozess weiter zu führen. Sie werden das Projekt zusammen mit der Trägerschaft bis Anfang 2010 überarbeiten und dem BAFU erneut zur Prüfung unterbreiten. Nicht entsprochen werden konnte dem Gesuch des Kantons Graubünden für die Biosfera Val Müstair, die Anfang Jahr um die Verleihung des Parklabels ersucht hatte. Es fehlten grundlegende Angaben, welche für die Prüfung eines Labelgesuchs durch das BAFU und die Bundesstellen vorliegen müssen. Der Kanton Graubünden wird auf Empfehlung des BAFU das Gesuch ergänzen und im Januar 2010 erneut einreichen.

Die Parkfläche in der Schweiz beträgt zur Zeit 5’750 Quadratmeter, das sind 14 Prozent der Landesfläche. In der Schweiz besteht erst seit zwei Jahren die Möglichkeit, neue Pärke zu schaffen.

BAFU

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