Bär im Ela-Gebiet eingefangen und besendert

  • Redaktion Naturschutz
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Gestern konnte zwischen Julier- und Albulapass ein Bär eingefangen werden. Das junge Männchen trägt nun einen Halsbandsender und kann so vergrämt werden. Der vor zwei Monaten aus Italien eingewanderte Bär hat in den vergangenen Wochen gut zwei Dutzend Schafe gerissen und ist mehrere Male in der Nähe von Personen gesehen worden.

Die Aktion, bei der auch ein Helikopter eingesetzt wurde, wurde vom Amt für Jagd und Fischerei Graubünden durchgeführt. Beim Bär handelt es sich um ein 98 kg schweres Männchen. Ob es sich um JJ3, MJ4 oder ein drittes Tier handelt, kann erst nach der Analyse der Blutproben gesagt werden. Dank des Senders kann die Wanderung des Bären nun besser überwacht werden. Sollte er sich wiederum Viehherden oder Siedlungen nähern, wird er vergrämt, das heisst mit Gummischrot oder Knallpetarden erschreckt.

Das Tier hatte sich seit ungefähr zwei Wochen in der Gegend um Tiefencastel aufgehalten und war mehrmals bei eingezäunten Tieren nahe von Siedlungen beobachtet worden. Die Präsenz von Menschen schien den Bären nicht sonderlich zu stören. Er zeigte immer weniger Scheu vor Menschen.
Im Kanton Graubünden ist seit Juni im Gebiet Münstertal-Engadin-Flüela mindestens noch ein weiterer Bär unterwegs. (sb)

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