Axpo und BKW wollen neue AKW bauen und Grüne kündigen Referendum an

  • Redaktion Naturschutz
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Nach dem Verzicht auf eigene Gas-Kombikraftwerke in der Schweiz will der Stromkonzern Axpo im Gespann mit den Berner BKW zwei neue Atomkraftwerke bauen. Diese sollen die jetzigen AKWs in Beznau und Mühleberg ersetzen, die einst stillgelegt werden. Auch der Oltner Stromkonzern Atel hält sich mit Blick auf die Atomenergie alle Optionen offen. Atel erwähnt vor allem Gösgen als „idealen Standort für eine neues AKW“.

Diese Pläne werden die Grünen mit dem Referendum bekämpfen. Die Partei schreibt in einer Medienmitteilung: „Die Atomenergie ist eine Technologie von gestern. Sie ist und bleibt gefährlich. Katastrophale Unfälle sind nicht auszuschliessen, und wie jüngste Studien zeigen, sind Kinder in der Umgebung von Atomkraftwerken einem höheren Krebsrisiko ausgesetzt. Nach wie vor ist die Frage der Entsorgung des Atommülls nicht gelöst.“
Anstatt heute noch Atomkraftwerke zu bauen, gelte es, endlich entschieden auf Stromspar- und Effizienzmassnahmen zu setzen und die erneuerbaren Energien zu fördern. Wer heute noch der veralteten Atomtechnologie das Wort rede, habe offensichtlich nicht viel von Ökonomie verstanden: Mit den gleichen Milliarden, die ein Atomkraftwerk koste, könne man mit erneuerbaren Energien zwei mal mehr Strom produzieren und 15-mal mehr Arbeitsplätze schaffen. (sb)

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