Autobahn in Thun wegen Raupen gesperrt

  • Redaktion Naturschutz
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An der Autobahn A6 Thun-Spiez sind gefährliche Raupen des Dunklen Goldafters – eines Schmetterlings – entfernt worden worden. Eine Fahrspur der Autobahn musste während rund fünf Stunden gesperrt werden.
Die Brennhaare der Goldafterraupe bewirkt auf der menschlichen Haut einen starken Juckreiz, der tagelang anhalten kann. Vom Wind davongetragene Haare können zu Reizungen von Schleimhäuten und Atemwegen führen.
Das massenhafte Auftreten des Dunklen Goldafters ist in der Schweiz nicht neu. Die Art war früher weiter verbreitet, wurde aber durch den Einsatz von Insektiziden im Obstbau zurückgedrängt. Die Art gilt in der Schweiz nicht als gefährdet.
Auf Grund der warmen Sommer der letzten Jahre ist der Dunkle Goldafter wieder im Zunehmen begriffen und hat sich unter anderem entlang von Strassenböschungen breit gemacht. Aufgetreten ist die Art in den letzten Jahren unter anderem im Waadtland und in den Kantonen Bern und Freiburg.
Gefährlich werden können die Raupen den Autofahrern, primär aber den Strassenarbeitern. Seit Herbst 2005 müssen deshalb Bestände entlang von Nationalstrassen der interkantonalen Koordinationsgruppe Arbeitssicherheit in den Strassenunterhaltsdiensten gemeldet werden. Ziel sei, Daten über die Ausbreitung zu erhalten und die Bekämpfungsmassnahmen zu optimieren. (sm)

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