Bernd und Gallus - Auswilderungnische

Auswilderung von jungen Bartgeiern

  • Nicole Wabersky
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Bisher sind Bartgeier in der Zentralschweiz nur selten zu sichten. Dies will die Stiftung Pro Bartgeier ändern und möchte nun auch in Obwalden junge Bartgeier auswildern. Damit gibt sie dem Schweiz‐weit ausgerotteten Geier ein weiteres Stück seiner alten Heimat zurück.

Ein regionales Patronatskomitee, das sich am Samstag, dem 3. Mai 2014, im Sportcamp Melchtal, Kerns, zur Gründung getroffen hat, bereitet gemeinsam mit Pro Bartgeier das Auswilderungsprojekt vor: 2015 sollen im eidgenössischen Jagdbanngebiet Huetstock in der Gemeinde Kerns erstmals Jungvögel in die Freiheit entlassen werden.

Bartgeier sollen die Zentralschweizeralpen zurückerobern. Seit 1991 wildert Pro Bartgeier nahezu jährlich zwei bis drei Jungtiere des grössten Greifvogels der Schweiz aus; zuerst im Schweizerischen Nationalpark, dann im St. Gallischen Calfeisental. „Gemeinsam mit dem Amt für Wald und Landschaft und der Wildhut haben wir auch im Kanton Obwalden mögliche Standorte für unser Projekt geprüft. In Kerns haben wir im eidgenössischen Jagdbanngebiet Huetstock ideale Voraussetzungen für Auswilderungen von jungen Bartgeiern gefunden“, erklärt Jürg Paul Müller, Präsident von Pro Bartgeier. Als Aasfresser findet der Bartgeier hier dank guten Steinbock‐ und Gamsbeständen optimale Nahrungsgrundlagen.

Weitere Informationen

Stiftung Pro Bartgeier

Bild: © Hansruedi Weyrich

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