Klimakonferenz

Ausschluss aus Klimakonferenz

  • Daniela Cervenka
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Die Hoffnung und Erwartung, dass die diesjährige Klimakonferenz in Warschau endlich zu einem handfesten Abkommen führt, waren schon vor ihrem Beginn sehr bescheiden. Doch nun hat sich die UN-Klimakonferenz wohl selbst ins Abseits manövriert und aufgezeigt, dass hinter dem vielen Gerede, kaum eine Lösung steckt. Was genau ist passiert?

Angefangen hat alles mit der emotionalen Rede des Philippinischen Klimabeauftragten Yeb Sano zu Beginn der Konferenz. Er forderte unter Tränen endlich zu handeln und ein wirksames Klimaschutzabkommen aufzustellen. Die Betroffenheit und Solidarität im Konferenzraum war gross und einige NGO Vertreter bekundeten mit Rufen ihre Solidarität.

Tags darauf hielten Jugendgruppen und Philippinische NGOs mit Yeb Sano eine Mahnwache, um ihre Solidarität mit den Hurrikan Opfer zu bekunden, wie in der Pressemitteilung von Earth in Brackets zu lesen ist. Auf Plakaten waren Namen zerstörter Philippinischer Städte und Provinzen zu lesen und auf einem Banner standen die Todeszahlen der letzten beiden Hurrikane, welche die Philippinen heimgesucht haben (2012 Typhoon Bohpa 1,067/2013 Typhoon Haiyan 10,000+?). Mit dieser Aktion, wollten sie auch aufzeigen wie viele Menschen bereits ihr Leben wegen der jahrelangen Untätigkeit der Klimakonferenz lassen mussten.

Dies muss wohl gewissen Leuten nicht gefallen haben, denn kurzerhand wurden drei Jugendaktivisten von der  jetzigen Klimakonferenz ausgeschlossen, sowie für die nächsten fünf Jahre. Die Begründung dafür ist: Das Banner sei nicht bewilligt gewesen. Es ist nicht das erste Mal, dass Jugendaktivisten wegen Interventionen von der Klimakonferenz ausgeschlossen wurden. Interventionen, welche die Untätigkeit der Delegierten anprangerten und sie zur Handlung aufforderten.

Ist die Klimakonferenz wirklich da, um eine Lösung zu finden und die kommenden Generationen vor den Folgen des Klimawandels zu schützen?

Pressemitteilung Earth in Brackets (Englisch)

Bild: von Pixman (Eigenes Werk) [GFDL], via Wikimedia Commons und von Jack · talk · [Public domain], via Wikimedia Commons

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