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Ausgezeichnetes Vernetzungsprojekt

  • Daniela Cervenka
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Der diesjährige Umweltpreis der Gemeinde Kriens geht an die Krienser Landwirtinnen und Landwirte für ihr laufendes Vernetzungsprojekt. Seit dem Start vor drei Jahren haben sich 35 der 37 Krienser Landwirtschaftsbetriebe entschieden, am langfristigen Projekt mitzumachen. Sie haben in der ganzen Gemeinde Massnahmen zu Gunsten der Natur umgesetzt und so 36 Hektaren Ökoflächen geschaffen.

Obstbäume sind zu Obstgärten mit Blumenstreifen aufgewertet worden. Dabei wurde der Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten aufgewertet, welche unter anderem Futter für bedrohte Obstgartenvögel sind. Zu den vorhandenen 3‘195 Obstbäume wurden bis heute zusätzlich 467 weitere gepflanzt. Aber auch 4.4 Hektaren Hecken wurden aufgewertet. Gepflegte, dornenreiche Hecken mit einem vorgelagerten Krautsaum sind ein wichtiger Lebensraum für den Neuntöter.

In der letzten Aufwertungsaktion 2013 wurden total 1‘081 Heckensträucher und Bäume gepflanzt. Äusserst wertvoll sind die artenreichen Wiesen und Weiden, welche erhalten, aufgewertet und zum Teil neu angelegt wurden. Ökologisch bedeutsam sind aber auch die neu angelegten Kleinstrukturen wie Ast-, Stein- und Wurzelstockhaufen.

Die Krienser Landwirtinnen und Landwirte haben einen wesentlichen Beitrag für eine vielfältige Krienser Landschaft geleistet. Darum wird ihnen der Umweltpreis 2013 von der Krienser Gemeinde überreicht. Mit dem Vernetzungsprojekt werden die Bauern auch den Ansprüchen der breiten Bevölkerung gerecht, die Kriens als ihren Lebens- und Erholungsraum nutzt und von den Landwirten eine nachhaltige und ökologische Bewirtschaftung wünscht.

Gemeinderat Cyrill Wiget brachte anlässlich der Übergabefeier den Vernetzungsgedanken auf den Punkt: «Die Artenvielfalt zu fördern heisst ja auch, das Gleichgewicht der Natur zu bewahren. Sonst kann es sein, dass wir unsere Wälder mit Kiundern derenst nicht mehr als Freizeitraum nutzen können, weil es dort zu viele Zwecken hat, was wiederum auf den starken Rückgang der Ameisenpopulationen zurückzuführen ist.»

Weitere Informationen

Bild: Bild: Gruppenbild Umweltpreis, www.kriens.ch

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