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Ausbreitung der invasiven Neophyten

  • Caroline Nienhuis
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800px-Fallopia_japonica_MdE_2In Agglomerationen, entlang der Transitachsen und in Grenzkantonen breiten sich invasive Neophyten aus und verdrängen die einheimische Flora und Fauna. Neben dem bekannten Riesenbärenklau und der Ambrosia machen sich jetzt vor allem im Tessin Staudenknöterich, Kudzu und Götterbaum breit. Die geographische Situtation und das Klima machen die Alpensüdseite besonders attraktiv für diese relativ unbekannten Neophyten, welche ein erstaunliches Ausbreitungspotenzial haben.

Gemäss der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil kann im Tessin eine Kudzu in einem Tag um 26 Zentimeter wachsen. Der japanische Staudenknöterich, der bisher als Ufer- und Heckengewächse galt, nistet sich nun in Getreidekulturen ein und überwuchert bestehende Pflanzengemeinschaften. Aber auch bekannte Arten wie die Ambrosia und der Riesenbärenklau bereiten den Fachleuten weiterhin Sorgen, denn die klimatischen Bedingungen im Tessin sind ideal für deren Ausbreitung. Immerhin hat sich die Verbreitung von Ambrosia verlangsamt, dennoch sind die Fundorte des Riesenbärenklaus um über drei Fünftel angestiegen.

Während die bekannten Arten durch Vernichtungskampagnen bekämpft werden, bereiten die neueren Arten noch Probleme. Zum Beispiel müssen bei der Bekämpfung von Kudzu Herbiziden angewandt werden, da mechanische Massnahmen nicht erfolgreich sind.

Agroscope

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