Atlantic salmon, Atlantischer Lachs, Salmo salar

Aus dem Weg, die Lachse kommen!

  • Nora Kieselbach
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Nur gerade zwei Lachse haben es in letzter Zeit in die Schweiz geschafft. Tausende andere bleiben jedes Jahr auf ihrer Wanderung rheinaufwärts in Strassburg hängen, denn Staustufen der Kraftwerke blockieren den Rhein. Jetzt will die französische Betreiberin ihr Werk in Strassburg mit einer Fischtreppe ausstatten. Doch es braucht viel mehr, damit der Lachs im Rhein wieder eine Chance hat, wie WWF Schweiz mitteilt.

„Noch immer blockieren Kraftwerke den Rhein. Deshalb haben jedes Jahr Hunderte von Lachsen keine Chance ihre Laichgewässer rheinaufwärts zu erreichen“, ärgert sich Ruedi Bösiger, Gewässerexperte beim WWF Schweiz. Zwar hat es vereinzelte Fortschritte im internationalen Wanderfischprogramm gegeben, doch die acht Kraftwerke der Electricité de France (EdF) ab Strassburg sind noch immer nicht saniert. Hier gibt es noch keine Fischtreppen, die eine Migration der Lachse ermöglichen würden.

Doch die EdF bleibt passiv. Zwar wurden diese Woche endlich die Pläne für die Fischtreppen in Strassburg präsentiert – aber dies genügt bei Weitem nicht. „Es braucht einen verbindlichen Plan für die Sanierung der weiteren Staustufen am Rhein bis nach Basel, damit der Lachs dort 2020 ankommt“, fordert Roberto Epple, Präsident des European Rivers Network. Das sind Frankreich und die EdF den anderen Rheinanliegerstaaten und Kraftwerkeigentümern schuldig, denn diese haben bereits Millionen von Euros in Fischtreppen im Rheineinzugsgebiet investiert leisten.

Gemäss Schätzungen gab es im 19. Jahrhundert, vor der grossen Rheinkorrektur und dem Bau der Staustufen, ungefähr eine Million Lachse im Rhein; Jetzt sind es nur noch einige Tausend. Die einzelnen Lachse, welche diesen Frühling beim Kraftwerk Rheinfelden nachgewiesen wurden, machen deutlich, wie ausgeprägt der Wandertrieb dieser Fische ist. Nur durch Zufall haben diese Fische den Weg durch all die gefährlichen Schiffschleusen am Oberrhein gefunden. Verletzungen am Kopf der Tiere zeugen vom beschwerlichen Weg.

Nur wenn die EdF ihre Staustufen am Oberrhein in absehbarer Zeit durchgängig macht, kann der Lachs überhaupt in seine ehemaligen Laichgewässer im Alten Rhein sowie am Hochrhein und seinen Zuflüssen zurückkehren.

Weitere Informationen

WWF Schweiz
WWF Frankreich
European Rivers Network

Bild: © Michel Roggo

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