© Malene Thyssen (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
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Augstbordregion: Keine Bewilligung für Wolfabschuss

  • Nicole Wabersky
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In den letzten Wochen hat ein Wolf in der Region Augstbord im Oberwallis 30 Nutztiere getötet. Die aktuelle Bilanz beziffert sich auf 28 tote Schafe und 2 Ziegen. Trotz dieses erheblichen Schadens erteilt der Kanton keine Abschussbewilligung.

Aufgrund der Wolfsangriffe hat der Kanton Wallis eine Sitzung der Interkantonalen Kommission (IKK) zur Beurteilung der Situation beantragt. Die Kommission setzt sich zusammen aus je einem Vertreter von Bund und Kanton und berät unter Zuzug von Spezialisten im Bereich Wolfsmonitoring, Herdenschutz und Landwirtschaft.

Im vorliegenden Fall bestehen laut Mitteilung vor allem Meinungsverschiedenheiten was die Termine bezüglich Umsetzung der empfohlenen Massnahmen der Schafalpplanung 2014 angeht. Die Frage ob die Kriterien für die Erteilung einer Abschussbewilligung gemäss Konzept Wolf Schweiz erfüllt sind, wurde deshalb von der Kommission unterschiedlich beurteilt.

Das geltende Wolfskonzept sieht für einen schadenstiftenden Wolf dann einen Abschuss vor, wenn er innerhalb von vier Monaten mindestens 35 Schafe oder innerhalb von einem Monat mindestens 25 Schafe oder im Folgejahr von Angriffen 15 Schafe reisst. Eine Abschussbewilligung bedingt aber auch, dass die zumutbaren Schutzmassnahmen von den Nutztierhaltern ergriffen wurden.

Die Dienststelle für Landwirtschaft wird mit den Alpbewirtschaftern die offenen Fragen prüfen und sie bezüglich bestmöglichem, kurzfristigem Schutz der Nutztiere beraten. Der Bund hat hierfür Hirten und Hunde des mobilen Herdenschutzes zur Verfügung gestellt. Dennoch haben laut Artikel auf 20min.ch bis auf drei Hirten ihre Schafe aus Schutz vor dem Wolf ins Tal getrieben.

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