© Roland zh (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
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Aufwertung des Wüeribachs in Birmensdorf

  • Nicole Wabersky
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Die Bauarbeiten zum hochwassersicheren Ausbau des Wüeribachs beginnen Mitte August und dauern voraussichtlich rund zehn Monate. Gleichzeitig wird der Bach naturnaher gestaltet und als Naherholungsgebiet aufgewertet.

Der Wüeribach ist das grösste Seitengewässer der Reppisch. Als Zusammenfluss verschiedener Bäche aus dem Raum Bonstetten-Wettswil vereinigt er sich beim Dorfeingang von Birmensdorf mit dem Aescherbach. Mehrere Hochwasserereignisse 1972, 1994, 1999 und zuletzt 2007 führten zu Überflutungen des Wüeribachs in Birmensdorf.

Dank dem Projekt ist Birmensdorf künftig auch vor Hochwassern des Wüeribachs sicher, wie sie statistisch gesehen nur alle hundert Jahre zu erwarten sind. Konkret sind laut Mitteilung Arbeiten zur Verbreiterung des Bachbetts und zur Sanierung der Ufermauern auf einer Länge von gut einem Kilometer vorgesehen.

Ungefähr von der Studenmättelistrasse bis zur Mündung in die Reppisch wird die Bachsohle auf ein gleichmässiges Gefälle von einem Prozent abgesenkt. Die Ufermauern werden zur Sicherung abgestützt und teilweise seitlich verbreitert. Sohlenfixpunkte aus Blocksteinen werden in unregelmässigen Abständen von etwa 20 Metern eingebaut. Die sich im Unterwasser davon bildenden Vertiefungen, sogenannte Kolke, dienen als Rückzugsorte für Fische.

Auf den untersten rund 400 Metern werden dem Bach neu deutlich mehr Raum gegeben und die Ufer abgeflacht, wodurch der Wüeribach ökologisch aufgewertet werden kann. Zudem wird die Sohle mit Wurzelstöcken und Störsteinen strukturiert, so dass sich rascher fliessende und stehende Bereiche abwechseln und Unterstände und Rückzugsmöglichkeiten für die dort lebenden Tiere entstehen.

So erhält der Bach nicht nur ein natürlicheres Erscheinungsbild, er wird auch zu einem wertvolleren Lebensraum für Tier- und Pflanzenwelt.

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