Feldhamster

Aufwachen Feldhamster!

  • Eliane Küpfer
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Die Feldhamster wachen jetzt hungrig aus dem Winterschlaf auf. Denn durch den langen Schlaf haben sie bis zu 30 Prozent ihres Gewichts verloren. In der Schweiz sind die Nagetiere ausgestorben und im europäischen Umland sind sie stark bedroht. Wie die Deutsche Wildtier Stiftung schreibt wurden die Nagetiere lange Zeit als Ernteschädlinge gnadenlos verfolgt und getötet. Aber auch ihre bunten Pelze waren sehr begehrt, weshalb die Populationen stark zurück gingen.

Heute sehen die Hamster einer ganz anderen Bedrohung entgegen: „Jahr für Jahr im Frühling wird das Ausmaß des ganzen Dramas deutlich“, sagt Peer Cyriacks, Feldhamsterexperte der Deutschen Wildtier Stiftung. „Viele Feldhamster wachen nicht aus dem Winterschlaf auf, denn sie sind in ihrem Bau schlicht verhungert. Der Grund: Sie konnten im Herbst nicht genug Vorräte sammeln.“ Das Problem ist die Intensivierung der Landwirtschaft. Durch den Einsatz von Chemie und das schnelle Umpflügen nach der Ernte, können Feldhamster kaum noch Ähren- und Körnerreste für den Wintervorrat anlegen. „Das bedeutet ihren sicheren Tod“, sagt Cyriacks. In Deutschland steht der Feldhamster auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Säugetiere ganz weit oben.

Die Deutsche Wildtier Stiftung unterstützt daher ein Projekt zum Schutz des Feldhamsters. Landwirte erhalten von der Deutschen Wildtier Stiftung einen finanziellen Ausgleich dafür, wenn sie einen Teil ihrer Flächen hamsterfreundlich bewirtschaften und Pflanzen wie Luzerne anbauen, die dem Hamster nahrhaftes Futter bieten. So haben die Hamster die Möglichkeit bis zu ihrem Winterschlaf genügend Speck anzufressen und die benötigten zwei Kilogramm an Vorräten anzulegen. Dank dem Patenschafts-Projekt haben die Hamster eine Chance im nächste Frühjahr wieder aus dem Winterschlaf zu erwachen.

Bild: katanski [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Weitere Informationen

Deutsche Wildtier Stiftung – Feldhamster Patenschaft

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