© [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons
© [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons

Save the world – Auftakt der UN-Klimakonferenz COP 23

  • Julia Hatzl
  • -

Heute ist die diesjährige  COP 23 unter der Präsidentschaft von Fidschi in Bonn gestartet. Fidschi ist bereits heute vom Klimawandel besonders betroffen und dürfte als Präsidentschaft engagiert durch die COP 23 führen.

Speziell nach Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen gilt es das Kleingedruckte des Abkommens genau festzulegen. In erster Linie geht es darum, die Ausarbeitung der Regeln für die Anwendung des Übereinkommens (Paris Rules Book) voranzutreiben. In der Auftaktsrede weist der Vorsitzende, Premierminister Voreqe Bainimarama, darauf hin, dass ein Vorwärtskommen und ein Fokus auf den eigenen Staat nur dann funktioniert, wenn sich alle Staaten an der Hand nehmen und gemeinsam gegen den Klimawandel ankämpfen.

Ausschnitt der Auftaktsrede des Premierministers

Diskussionen – und möglichst auch Fortschritte – braucht es u.a. in diesen drei zentralen Punkten:

  • Erst 2020 tritt das Pariser Klimaabkommen in Kraft. Damit die Welt nicht bereits mit einer grossen Ziellücke in die neue Klimaschutz-Welt startet, braucht es kurzfristig mehr Einsatz sämtlicher Länder (inklusive der Schweiz) und anderer Akteure wie Unternehmen, Städte, Verbände und NGOs.
  • Umsetzung des Pariser Abkommens: Die COP 23 muss die Regeln konkretisieren, mit denen das Pariser Abkommen umgesetzt wird.
  • Klarer Prozess für grössere Ambitionen (Talanoa Dialog): Das Pariser Abkommen sieht ein System vor, mit dem sich die Länder zu höheren Ambitionen hochschaukeln sollen. Das ist bitter nötig: Wenn die Länder ihre aktuellen Versprechen erfüllen, wird dies auf eine katastrophale Klimaerwärmung von 3 bis 4 Grad hinauslaufen. Auch die Schweiz muss ihre Ambitionen mindestens verdoppeln, um im Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens zu sein.

Fokus der Schweiz

Die 2016 anlässlich der COP22 in Marrakesch begonnene Ausarbeitung einheitlicher Bestimmungen und Leitlinien wird in Bonn fortgesetzt. Die Schweizer Delegation wird sich insbesondere dafür einsetzen, dass:

  • Bestimmungen beschlossen werden, wonach die Staaten ihre nationalen Ziele in transparenter und messbarer Weise bekanntgeben müssen;
  • verbindliche Regeln eingeführt werden, welche die Umweltintegrität der Marktinstrumente (z. B. Ausgabe und Handel von Emissionsreduktionszertifikaten) sicherstellen;
  • klare und einfach anwendbare Vorschriften für die Anrechnung der privaten und öffentlichen Mittel zur Unterstützung der Klimaschutzmassnahmen der Entwicklungsländer ausgearbeitet werden;
  • Anreize geschaffen werden für die Umlenkung der Investitionen von einer auf fossilen Energien basierenden zu einer auf erneuerbaren Energien und hoher Energieeffizienz bauenden Wirtschaft, die geringe Treibhausgasemissionen generiert.

Alle Informationen zur Konferenz finden Sie auf der offiziellen Website der UN-Klimakonferenz COP 23.

Beitrag kommentieren