Auch der Nationalrat will neue Naturpärke – der Bundesrat soll nun vorwärts machen!

  • Redaktion Naturschutz
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Jetzt ist es definitiv: Auch der Nationalrat will neue National- und Naturpärke. Sie Naturschutzorganisationen sind erleichtert. Pro Natura erwartet jetzt vom Bundesrat, dass er die notwendige Gesetzesrevision sofort wieder in Gang setzt.
In der Vernehmlassung gut angekommen, dann vom Bundesrat mit wenig plausiblen Sparargumenten gestoppt, vom Parlament heute deutlich wieder auf die Traktandenliste gesetzt: Die Revision des Natur- und Heimatschutzgesetzes (NHG) hat eine turbulente Vorgeschichte. Doch mit der heutigen Zustimmung des Nationalrates zur Motion von Ständerat Dick Marty (FDP, TI) hat der Bundesrat den klaren Auftrag, die Revision wieder an die Hand zu nehmen. Die Revision ist nötig, weil eine Rechtsgrundlage für neue Nationalpärke, Regionale Naturpärke und Naturerlebnispärke in der Schweiz bisher fehlt.

„Wir erwarten, dass sich der Bundesrat als fairer Verlierer zeigt und diesen Auftrag nicht auf die lange Bank schiebt“, sagt Otto Sieber, Pro Natura Zentralsekretär. Und weiter: „Die Revision liegt pfannenfertig in der Schublade. Sie wird von den innovativen National- und Naturparkregionen dringend erwartet.“ Tatsächlich wird heute in der Schweiz an fünf möglichen neuen Nationalpärken (Adula, Locarnese, Muverans, Uri, Zermatt) und gegen zwei Dutzend möglichen Naturpärken geplant. Bisher konnten einige Parkprojekte durch das Regio Plus-Programm des seco finanziert werden. Doch diese Kasse ist bald leer; es besteht ein Finanzierungsstopp. Hoffnungsvolle, mit viel Eigeninitiative lancierte Parkprojekte drohen an der Finanzierung zu scheitern. Das darf nicht sein. Die NHG-Revision ist für viele Randregionen der finanzielle Silberstreifen am Horizont und muss rasch vorankommen. Der Bund leistet damit wichtige Hilfe zur Selbsthilfe in Regionen, die ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen.

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