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Arvensterben an der Waldgrenze

  • Nicole Wabersky
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Forscher des Schnee- und Lawinenforschungsinstitut SLF in Davos haben untersucht, wie sich Schneepilze auf den Bestand der Arven (Pinus cembra) in der Waldgrenze im alpinen Bereich auswirken. Die untersuchten Gebiete waren die Stillbergfläche und die Lucksalp bei Davos. Hier wurden im Jahr 1975 neben Arven auch Lärchen und Bergföhren gepflanzt. Auf der Stillbergfläche waren dies 33’000 und auf der Lucksalp 550 Bäume.

In der Studie wurde herausgefunden, dass nur noch fünf Prozent des ursprünglichen Arvenbestandes nach 30 Jahren überlebt hat. Hauptverantwortlich für das Absterben waren die Schneepilze „Triebsterben“ (Gremmeniella abietina) und „Schneeschütte“ (Phacidium infestans). Besonders betroffen waren laut den Forschern die jüngeren Bäume im Alter von 10 – 20 Jahren, mit einer im Schwankungsbereich befundenen Baumkrone, da diese ca. 2 – 3 Jahren nach der ersten Pilzinfektion abgestorben sind.

Eine hohe Infektionsrate besteht laut der Studie beim „Triebsterben“, wenn der Schnee im Frühling länger liegen bleibt und der Sommer von starken Niederschlägen und einer geringeren Temperatur geprägt ist. Beim Schneepilz „Schneeschütte“ tritt eine hohe Infektionsrate auf, wenn Schnee eher schmilzt und es grosse Bäume hat, die die Infektion an die Kleineren übertragen können.

Generell wurde durch die Froschenden festgestellt, dass das Wachstum der Bäume, welche sich in der Waldgrenze befinden stark durch limitierende Faktoren, wie Temperatur und Schneepilz, welche auch heute und in der Zukunft wirken, geprägt ist.

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SLF

Bild: Johann Jaritz (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0-at], via Wikimedia Commons

 

 

 

 

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