© Harrison D., [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
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Artenvielfalt sinkt unter Schwellenwert

  • Amanda Buol
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Mit 58 Prozent hat die Biodiversität den gesunden Schwellenwert unterschritten, wie es in einer neuen Studie des Fachmagzins „Science“ heisst. Experten fordern nun einen stärkeren Schutz der noch erhaltenen Gebiete.

Zum ersten Mal wurde der Effekt von Habitatsverlusten auf die globale Artenvielfalt detailliert untersucht. Zwar ist klar, dass der Verlust der Biodiversität die Funktionen des Ökosystems beeinträchtigt, jedoch ist bisher nicht bekannt, wie sie beeinflusst wird. Ein internationales Forscherteam, unter der Leitung von Tim Newbold von der University College London (UCL), fand heraus, dass der Biodiversitäts-Verlust den von Ökologen empfohlenen Grenzwert überschritten hat.

Auf 58 Prozent der gesamten Erdoberfläche sei die Artenvielfalt bereits unter dem Grenzwert. Besonders Wiesen, Savannen und Buschland sind von dem Verlust betroffen, gefolgt von Waldgebieten. Damit Schlüsselfunktionen des Ökosystems, wie Nährstoffkreislauf oder Entwicklung von Organismen, unterstützt werden, brauche es die Artenvielfalt, schreibt die UCL in ihrer Mitteilung. Ihr Verlust könne die menschliche Gesellschaft beeinträchtigen. Die Forscher nennen als Hauptgrund für den Verlust die Landnutzungsänderung. Gerade dort, wo das Bevölkerungswachstum am grössten sei, habe die Artenvielfalt am meisten abgenommen.

Für die Forscher ist klar, dass nun gehandelt werden muss, um das Ökosystem Aufrecht zu erhalten. Dazu sollen Gebiete, in denen natürliche Vegetation vorkommt, geschützt werden.

Hier geht es zur Studie im „Science“ »

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