vegetations-streifen

Artenreiche Inseln im Kulturland

  • Monika Jung
  • -

vegetations-streifenUntersuchungen zeigen immer wieder, dass durch das Anlegen von artenreichen Inseln im landwirtschaftlichen Kulturland und deren geschickte Vernetzung die Biodiversität innerhalb kurzer Zeit deutlich steigern lässt, berichtet der Infodienst Biodiversität Schweiz. Das Delinat Institut für Ökologie schätzt, dass im Rebbau bereits ein Prozent der landwirtschaftlichen Flächen genügen würde, um wieder Lebensraum für viele von der Monokultur vertriebene und vom Aussterben bedrohte Arten zu schaffen – vorausgesetzt, die ökologische Qualität der Flächen und deren Position in den Kulturen entsprechen den neusten Erkenntnissen.

Um im Rebbau Direktzahlungen zu erhalten, müssen die Bewirtschafter auf 3,5% der Nutzfläche ökologische Ausgleichsflächen anlegen. Diese Ausgleichsflächen befinden sich aber nur in den seltensten Fällen inmitten der Kulturflächen, sondern fernab als Alibiflächen. Um aber einen positiven Effekt für die Biodiversität zu erzielen, müsste inmitten jeder landwirtschaftlich genutzten Hektare mindestens ein biologischer Hotspot von 100m2 angelegt werden. Nach dem Delinat-Institut für Ökologie und Klimafarming ist die Vernetzung von Hotspots wichtig, um eine optimale ökologische Wirkung zu erreichen. Durch ausgeklügelte Systeme in der Anlage von Hotspots, wird auch die Bewirtschaftung und die Arbeit mit Maschinen nicht stark tangiert.

Weitere Informationen

Bild: Ithaka-journal

Beitrag kommentieren