© hdzimmermann [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Artenreiche Fromentalwiesen durch Intesivierung der Landwirtschaft fast verdrängt

  • Kathrin Ruprecht
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Der Vergleich historischer und aktueller Verbreitung artenreicher Wiesen zeigt eine starke Abnahme in der Quantität aber auch in der Qualität. Die Förderung dieser Lebensräume ist aber wichtig – auch für das Erreichen der Umweltziele.

Die aktuelle Kartierung der Fromentalwiesen – die landwirtschaftlichen Fettwiesen des letzten Jahrhunderts – zeigt, dass diese fast vollständig durch artenarmes Wiesland verdrängt wurden. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft wurden viele Wiesen verstärkt gedüngt oder in Äcker umgewandelt. Als wichtiger Grünfutterlieferant war die Fromentalwiese früher häufig anzutreffen. Heute machen sie aber nur noch etwa 2% der Landwirtschaftlichen Nutzfläche aus.

Ob intensiv oder extensiv genutzt – die Artenvielfalt hat in der heutigen Fromentalwiese stark abgenommen. Im Jahre 1950 wurden noch durchschnittlich 37 verschiedene Pflanzenarten gezählt, wogegen heute nur noch 27 Arten nachgewiesen wurden. Das ist eine Abnahme um circa 30 Prozent!
Auch der Blick auf die Charakterarten verheisst nichts Gutes: Von 25 durchschnittlich gezählten Charakterarten, wurden heute nur noch durchschnittlich 9 Arten gezählt. Somit erreichen 71% der heutigen Fromentalwiesen das Biodiversitäts-Qualitätsniveau QII nicht, trotz extensiver Bewirtschaftung.

Die Erhaltung und Förderung der Fromentalwiesen ist deshalb von hoher Bedeutung. Nicht nur ökologisch sind diese Wiesen sinnvoll, sondern auch als Produktionsstätte für tiergerechtes Rindviehfutter. Um die Umweltziele der Schweizer Landwirtschaft zu erreichen sind Fromentalwiesen prioritär zu fördern. Die Bemühungen der letzten 15 Jahren , Fromentalwiesen durch Neusaaten zu fördern, dürften bald erste Verbesserungen bringen.

Mehr Informationen finden Sie hier.

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