Im Boden werden Cadmium und Uran durch Mineraldüngung angereichert. | © Matthias Ripp, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Im Boden werden Cadmium und Uran durch Mineraldüngung angereichert. | © Matthias Ripp, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Anreicherung von Schadstoffen durch Düngung

  • Amanda Buol
  • -

Über Mineraldünger werden Schadstoffe wie Cadmium und Uran in Ackerböden eingetragen. Eine akute Umwelt- und Gesundheitsgefährdung bestehe jedoch nicht.

In einer Studie der Universität Bern zusammen mit der Nationalen Bodenbeobachtung (NABO) konnte belegt werden, dass Schadstoffe über phosphorhaltige Mineraldünger in Ackerböden eingetragen werden. Es wurden vor allem die Gehalte von Arsen, Cadmium, Blei und Uran in Ackerböden mit hohen phosphorhaltigen Mineraldüngermengen gemessen und mit nicht mineralgedüngten Böden verglichen. Dabei wurde auch das Anreicherungsrisiko und die Schadstofffrachten wurden untersucht.

Dafür wurden 400 Bodenproben von 228 unterschiedlichen Standorten aus dem NABO-Messnetz, des Biodiversitätsmonitorings, der Kantonalen Bodenbeobachtung (AG, BL, FR, SO) sowie des Langzeitdüngerversuchs DOK analysiert.

Arsen und Blei werden laut der Studie nicht durch Mineraldüngung eingetragen. Dagegen zeigte Cadmium eine Anreicherung im Oberboden. Im Gegensatz zu Wiesen und Weiden wurden durchschnittlich höhere Uran-Werte in Ackerbauböden gemessen. Die Autoren schliessen den Bericht mit Empfehlungen, die Anreicherung von Uran und Cadmium zu vermeiden.

Obwohl keine akute Gefährdung der Umwelt und Gesundheit bestehe, solle dennoch auf den Eintrag von Schadstoffen durch Dünger verzichtet werden, so der Auftraggeber der Studie, das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW). Anpassungen in der Agrarpolitik führen bereits heute zu geringeren Einträgen von Phospohordünger als vor 25 Jahren. Mittelfristig stehen im Fokus der Bestrebungen die Rückgewinnung von Nährstoffen und die Nutzung von mineralischen Recyclingdüngern. Ziel sei es, die Stoffkreisläufe so weit als möglich zu schliessen, und so den Einsatz von P-haltigen Mineraldüngern auf das Minimum zu reduzieren ebenso wie ihren Einsatz effizienter zu gestalten.

Beitrag kommentieren