©  ponte1112 [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Moorlandschaft Wetzikon/Hinwil wieder vollständig geschützt

  • Roman Vonwil
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Der Bundesrat hat am 28. Januar 2015 auf Antrag des Kantons Zürich die Abgrenzung der Moorlandschaft Wetzikon/Hinwil angepasst. Er trägt damit einem Entscheid des Bundesgerichts vom 12. Juni 2012 Rechnung und macht einen Beschluss rückgängig, der vor über zehn Jahren zugunsten der Zürcher Oberlandautobahn gefällt wurde.

Gemäss dem Entscheid des Bundesgerichts vom 12. Juni 2012 entspricht die 1996 vom Bundesrat geänderte Abgrenzung der Moorlandschaft und die Projektierung des Abschnitts der Zürcher Oberlandautobahn nicht den Vorgaben des Natur- und Heimatschutzgesetzes (NHG). Es gab damit zwei Privatklägern und dem SVS/BirdLife Schweiz Recht, die gegen das geplante Projekt zur Lückenschliessung der Zürcher Oberlandautobahn Beschwerde eingereicht hatten, wie der Zürcher Oberländer berichtete.

Laut dem Bundesgericht stand die projektierte Linienführung der Zürcher Oberlandautobahn im Widerspruch zum verfassungsmässigen Moorlandschaftsschutz. Denn der Perimeter der Moorlandschaft Wetzikon/Hinwil wurde zu Gunsten des Projekts angepasst und die Moorgebiete «Oberhöflerriet» und «Chliriet» aus der geschützen Landschaft ausgeschieden, obwohl Moore und Moorlandschaften gemäss Bundesverfassung zu schützen und neue Infrastrukturanlagen bis auf wenige Ausnahmen unzulässig seien. Der Projektierung zufolge kämen gewisse oberirdische Strecken und insbesondere das Tunnelportal bei Hellberg somit unzulässigerweise in einer Moorlandschaft zu liegen.

Mit der nun vorliegenden wiederholten Revision des Schutzobjekts durch den Bundesrat werden insbesondere die moorgeprägten Teile des Oberhöflerriets und des Chliriets wieder in den Perimeter aufgenommen und damit dem Entscheid des Bundesgerichts Rechnung getragen. Die Änderung tritt am 1. März 2015 in Kraft.

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