© Lutz Blohm,  [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
© Lutz Blohm, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Anhörung für „Aktionsplan Pflanzenschutz“ eröffnet

  • Amanda Buol
  • -

Der Aktionsplan des Bundes zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln wurde in die Anhörung geschickt. Der Entwurf sieht eine Reduktion der Pflanzenschutzmittel von 50 Prozent vor. Es werden spezifische Massnahmen vorgeschlagen um Risiken gezielt zu verringern.

Die Schweiz zählt zu den Ländern mit einem besonders hohen Pestizideinsatz. Dies soll sich bald ändern, dank eines Aktionsplans, der nun in der Vernehmlassung ist. Dieser definiere langfristige Ziele zum Schutz der menschlichen Gesundheit, der Umwelt und der landwirtschaftlichen Kulturen, schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft. 50 konkrete Massnahmen sollen dabei helfen, die gesetzten Ziele zu erreichen. Um den Einsatz von Pflanzenschutzmittel zu reduzieren, sollen alternative Pflanzenschutzmethoden gefördert werden. Kann auf Pflanzenschutzmittel nicht verzichtet werden, sollen Ausbringtechniken angewendet werden, die Emissionen ausserhalb der behandelten Parzellen reduzieren.

Die Anhörung des Aktionsplanes dient dazu, die grosse Anzahl an vorgeschlagenen Massnahmen zu priorisieren. Ausserdem soll der Plan stetig weiterentwickelt werden, um die effektivsten und effizientesten Massnahmen zu finden und werden je nach dem angepasst.

Die Umweltorganisationen Greenpeace, Pro Natura, BirdLife Schweiz und WWF pochen auf einen mutigen Schritt für die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft. Sie hoffen, dass die Landwirte den Aktionsplan als Chance in der Reduktion der Pestizide sehen.

Bis zum 28. Oktober 2016 können interessierte Kreise und kantonale Dienste eine Stellungnahme zum Entwurf des Aktionsplans abgeben.

Hier geht es zum Aktionsplan »

Beitrag kommentieren