4. März 2010 | Andere Themen

Kampagne Schatzkammer Natur

logo schatzkammerDer St.Galler Regierungspräsident Josef Keller hat am Montag 1. März im Botanischen Garten St.Gallen die regionale Kampagne „Schatzkammer Natur“ eröffnet. Der Kanton St.Gallen habe einen besonderen Grund, im internationalen Jahr der Biodiversität den „Wert und die vielfältigen Leistungen der Natur“ zu unterstreichen. Die Region Werdenberg zum Beispiel gehöre zu den botanisch reichhaltigsten Gebieten der Schweiz, so der Regierungspräsident. Zehn Moorlandschaften von nationaler Bedeutung liegen in dieser Region. Ein Ziel der Kampagne ist denn auch, der Bevölkerung in Erinnerung zu rufen, wie attraktiv und wertvoll die Naturlandschaften in der Region St.Gallen und Appenzell sind. Mehr als ein Viertel der Fläche des Kantons St.Gallen sind naturnah – das ist weit mehr als in anderen Kantonen.

Hinter der Kampagne stehen drei St.Galler Institutionen: Das Naturmuseum, das Landwirtschaftliche Zentrum Salez und der WWF St.Gallen. Die Initianten haben einen Marktwagen zu einer fahrenden „Schatzkammer“ umgebaut, um während des Jahres für die Faszination der Natur auf Märkten und Messen zu werben: Die Besucher hören die Vielfalt der Tierstimmen, sie ertasten Samen und Baumrinden, riechen die Düfte der Natur und kosten verschiedene Produkte aus der Region. Dazu gibt es eine breite Palette an Informationen, unter anderem wie Landwirte und Gartenbesitzer die Natur schonen können oder wann Naturschutz nachhaltig ist. Der WWF macht auf Anfrage Schulbesuche und wird über Biber, Auerhühner oder Bartgeier erzählen. Das Landwirtschaftliche Zentrum Salez bietet Kurse für Schüler und Landwirte an. Es werden Trockenmauern gebaut oder Hochstamm-Obstbäume gepflanzt

Die Kampagnen-Website bietet neben einer umfassenden Agenda zu Veranstaltungen, Kursen und Exkursionen auch eine Plattform um sich auszutauschen. Sie soll eine Fundgrube werden, was in der Region bereits getan wird, und einen Kiosk an Ideen bieten, was der Einzelne oder Schulen für die Biodiversität machen können. Die Bevölkerung und Schulen werden deshalb aufgefordert, ihre Ideen und Projekte auf der Kampagnen-Website mitzuteilen. „Schulklassen können zum Beispiel eine Hecke pflanzen oder die schönsten Naturoasen in der Gemeinde aufspüren“ sagt Projektleiter Jonas Barandun. Zudem sollen im Verlaufe des Jahres in Blogs Diskussionen unter Erwachsenen, Jugendlichen und in Schulen entstehen, beispielsweise was sich in der Landschaft verändert hat und wie sie sich weiter entwickeln soll, oder was der Einzelne bereit ist, für eine intakte Landschaft zu tun.

Schatzkammer Natur

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