Spielt es aus ökologischer Sicht eine Rolle, ob wir Erdbeeren im Februar aus dem bereits warmen Spanien kaufen? Hier ein paar Fakten zu Erdbeeren, zusammengestellt vom WWF Schweiz:
Zusammen mit Detailhändlern setzt ich der WWF seit langem für eine nachhaltige Entwicklung der Region ein und fordert beim Erdbeeranbau sowohl soziale Kriterien wie auch konsequente Umweltauflagen. Legale Produktion und effizienter Wasserverbrauch spielen auch für Schweizer Grossverteiler eine zunehmend wichtige Rolle. So achten immer mehr Firmen bei der Wahl ihrer Produzenten auf diese Fakten.
Der Doñana Nationalpark ist eines der wichtigsten Feuchtgebiete der Welt, weshalb er von der UNO im Jahr 1994 zum Weltnaturerbe erhoben wurde. Und er ist ein Vogelparadies. Denn für unzählige Zugvögel sind seine ausgedehnten Wies- und Sumpfflächen ein unentbehrlicher Rastplatz auf dem Weg vom Norden in den Süden. Doch durch die eingeschränkte Wasserzufuhr aufgrund des Erdbeeranbaus ist dieses wichtige Ökosystem bedroht.
Kaufen sie deshalb Erdbeeren erst dann, wenn jene aus Schweizer Anbau in den Regalen liegen, am besten aus einheimischer Bioproduktion. Weil sie länger an der Staude hängen, schmecken sie zudem aromatischer und schonen mit kurzen Transportwegen erst noch das Klima.
Ich sass heute (3.April) in einem Gartenrestaurant. An ca. dreiviertel der Tische sah man die Leute “Erdbeerchuechli” essen. Auf den Tischkarten stand: “Jetzt Erdbeersaison”. Einfach Ekel erregend, wie naiv und/oder gleichgültig die Leute sind.