Grasfroschpaar

Amphibienwanderung im Kanton Zürich

  • Dominique Haiden
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GrasfroschpaarDer Frühling naht und die Temperaturen steigen deutlich an. Das spüren auch die Kröten und Frösche. Es ist deshalb zu erwarten, dass sie in den nächsten Tagen aus ihrem Winterschlaf erwachen und wieder in Scharen auf Hochzeitsreise gehen. Überall dort, wo ihre Wanderrouten Strassen queren, sind Schutzmassnahmen erforderlich, damit die Amphibien nicht Opfer des Verkehrs werden.

Ab Montag, 14. März 2011, sind im Eigental, im Kanton Zürich, mehrere Strassenverbindungen während fünf bis sieben Wochen zwischen 18 Uhr und 8 Uhr für den Verkehr gesperrt. In dieser Zeit haben die Kröten und Frösche Vortritt, die zum Eigentalweiher wandern, um dort zu laichen. Auch an einigen anderen Orten im Kanton Zürich erfolgen temporäre Strassensperrungen zum Schutz der Amphibienwanderung. An rund 45 weiteren Zugstellen tragen freiwillige Helferinnen und Helfer die Amphibien nachts über die Strassen.

Tausende von Erdkröten und einige hundert Grasfrösche, die in den umliegenden Wäldern überwintert haben, können dank der Sperrung gefahrlos zum Eigentalweiher gelangen. Dort werden sie sich paaren und für Nachwuchs sorgen. Unmittelbar anschliessend wandern sie zurück in ihre Sommerlebensräume. Das Eigental ist eines der bedeutendsten kantonalen Natur- und Landschaftsschutzgebiete.

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3 Kommentare

  • Kleeb Jürg

    Der Naturschutzverein Neftenbach betreut seit diesem Jahr wieder eine Zugstelle zwischen Riet und Aesch. Wir konnten mehrer Hundert Amphibien sicher über die Strasse bringen. Leider hat sich die Freiwilligenarbeit auf wenige Köpfe verteilt. Wir würden geren auch die Zugstelle zwischen Hünikon und Dorf betreuen, brauchen aber dringen Helferinnen und Helfer die über mehrer Wochen an den Wanderabenden vor Ort sind. Frau Ganz hier geht es nicht ums Geld sondern darum Leute zu finden, welchen die Natur wichtig ist und solche die sich aktiv dafür engagieren. Ich würde auch die Installation der Schutzzäune organisieren, wenn sie genügend Leute aus Dorf zusammenbringen, welche im nächsten Frühling aktiv Naturschutz betreiben wollen.
    Melden sie sich doch bei mir.

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  • Stefan Bachmann

    Liebe Frau Ganz
    Es wäre sehr wichtig, wenn an diesem Strassenabschnitt etwas getan werden könnte. Geht es nämlich so weiter, wird es dort keine Amphibien mehr geben. Wichtig ist, dass lokale Leute aktiv werden, zB ein lokaler Naturschutzverein. Bitte wenden Sie sich für weitere Infos unbedingt an die KARCH, http://www.karch.ch.Allenfalls können Sie sich auch an einen lokalen Amphibienschützer wenden: Gaston Guex, 052 305 27 28, oder direkt an einen lokalen Naturschutzverein: http://www.birdlife.ch/d/verband_sektionen.html

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  • Tina Ganz-Däppen

    Sehr geehrte Damen und Herren

    Auf der Kantonsstrasse – Streckenabschnitt Dorf/Hünikon (beim Wald) – wandern jetzt auch Frösche und Kröten vom Wald zum Teich. Da der Kanton anscheinend keine Kosten für den Schutz dieser Tiere investieren wollte, hat die Gemeinde Dorf auf beiden Seiten entspr. Tafeln für uns Autofahrer hingestellt. Nur: das nützt nichts! So ziemlich alle fahren die 80km/h und die Tierechen werden einfach platt gefahren. X Hunderte sind dann jeweils tot am Boden, wenn wieder das Wetter günstig zum wandern war. Kann man da nicht etwas tun?

    Besten Dank für Ihre Rückmeldung.

    Tina Ganz-Däppen

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